Ärger über langes Warten auf MR

Erstellt am 22. Mai 2012 | 00:00
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BESCHWERDE / Arzt riet Patientin, den Landeshauptmann um Geld für ein Magnetresonanz-Gerät zu bitten. Regionalmanager versprach, die Sachlage noch einmal zu prüfen.
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VON WOLFGANG KAPF

AMSTETTEN / Nach einem Sturz über eine Stiege erlitt eine 69-jährige Frau aus dem Bezirk Melk unbestimmte Verletzungen im Rückenbereich. Am Montag, 30. April, wurde im Landesklinikum Amstetten eine Röntgenuntersuchung vorgenommen. Eine Ärztin erklärte ihr dann, dass man am Röntgenbild „nichts sieht“ und daher eine Magnetresonanz-Untersuchung erforderlich sei. Dafür gab sie ihr auch einen Termin, den 21. Mai, und wies die alte Dame darauf hin, dass für diese MR-Untersuchung eine chefärztliche Bestätigung von der Krankenkasse erforderlich sei. Da die Rückenschmerzen nicht besser wurden, suchte die 69-jährige Hilfe suchend das Amstettner Spital am 9. Mai am Vormittag zwischen 9 und 9.30 Uhr erneut auf und hatte bereits die verlangte chefärztliche Bestätigung in der Hand.

Von der Ambulanz wurde sie in die „Nachbehandlung“ weitergeleitet. Der dortige Arzt erklärte ihr: „Sie haben erst am 21. Mai einen Termin. Wenn ihnen das zu lange dauert: Nehmen Sie einen Zettel und einen Bleistift und schreiben Sie dem Herrn Landeshauptmann einen Brief. Er soll uns mehr Geld geben, damit wir ein zweites Magnetresonanz-Gerät kaufen können. Dann würde alles schneller gehen und wir hätten auch für Sie schneller den Befund.“ Mit diesen Worten wies der Arzt die 69-Jährige, laut ihrer Aussage, unbehandelt ab.

Mag. Dr. Klaus Schuster, Msc, MBA, Regionalmanager der NÖ Landeskliniken-Holding für das Mostviertel, betonte in seiner Stellungnahme: „Die Patientin wurde im Landesklinikum Amstetten entsprechend begutachtet und therapiert, der MR-Termin wurde gemäß den Möglichkeiten des niedergelassenen In stituts vereinbart. Auch beim zweiten Besuch wurde die Patientin vom Arzt begutachtet, die Patientin gab bei Einnahme der verschriebenen Schmerzmedikamente eine Schmerzfreiheit an. Der Wunsch der Patientin nach einem rascheren MR-Termin ist natürlich verständlich, ist aber von der Verfügbarkeit der Möglichkeiten des niedergelassenen Instituts abhängig. In Anbetracht der Vorwürfe wird die Sachlage noch einmal geprüft.“

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