Amstettner Impfstraße: „Sehr viele wollen mithelfen“. Dr. Silvia Reisner-Reininger und Dr. Klaus Stadlbauer über die Impfstraße.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 24. Februar 2021 (04:15)
Dr. Klaus Stadlbauer und Dr. Silvia Reisner-Reininger präsentieren den Ablauf in der Impfstraße in der Amstettner Eishalle.
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NÖN: Am 27. und 28. Februar gibt es in der Eishalle eine Impfstraße. Dort werden 1.200 Menschen über 80 Jahren geimpft. Wie kann man sich den Ablauf vorstellen?

Dr. Silvia Reisner-Reininger (Impfkoordinatorin): Beim Empfang werden die Patienten erfasst und Ticket und E-Card kontrolliert. Dann erfolgt die Eintragung im E-Impfpass. Dann wird noch der Patientenbogen kontrolliert und geschaut, ob es Kontraindikationen geben könnte, die gegen eine Impfung sprechen. Erst dann kommt es in der nächsten Station zur Impfung. Außerdem gibt es einen Bereich zur Nachbeobachtung. Das Ganze ist eine Initiative der Amstettner Hausärzte in Kooperation mit Spitalsärzten, Fachärzten und viel medizinischen Fachkräften.

Dr. Klaus Stadlbauer: Wichtig ist, dass gleich nach dem Empfang von einem Arzt medizinische Fragen beantwortet werden können. So wird verhindert, dass es dann bei der Impfstelle noch offene Fragen gibt und es eventuell daher zu einem Stau kommt.

Wie viele Impfstraßen gibt es?

Reisner-Reininger: Vier Impfstraßen und eine Reserve-Impfstraße. Insgesamt können wir pro Stunde 96 Personen impfen. Geimpft wird am Samstag von 9 bis 17 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

Stadlbauer: Es wird einen Dienstplan für die Ärzte und das medizinische Personal geben, sehr viele wollen mithelfen. Es ist auch geplant, dass es zwei Wochen später, am 13. und 14. März, in der Eishalle wieder eine Impfstraße geben wird. Auch mehr und mehr Gemeinden wollen eine solche umsetzen.

Wie lange wird der Prozess für die Patienten vermutlich dauern?

Reisner-Reininger: Man muss mit einer halben Stunde rechnen. Wichtig ist, dass alle die zugewiesene Zeit bestmöglich einhalten. Wenn wer nicht kann, dann bitte Kontakt mit der Stadt aufnehmen, damit jemand auf der Warteliste informiert werden kann. Diese gibt es, damit kein Impfstoff übrig bleibt.

Was müssen die Patienten mitnehmen?

Reisner-Reininger: Das Ticket von der Anmeldung, eine E-Card, einen Lichtbildausweis, den Impfpass, sofern vorhanden, und der ausgefüllte Aufklärungsbogen sind erforderlich. Hilfreich wäre eine Liste einzunehmender Medikamente. Um das Prozedere zu beschleunigen, wäre es sinnvoll, lockere Kleidung, etwa ein kurzärmeliges Shirt unter einer Weste zu tragen. Hemden oder Kleider sind nicht optimal.

Stadlbauer : Und es sollen auch wirklich nur jene kommen, die einen gebuchten Termin haben. Generell sind wir froh, dass wir impfen können, man sieht etwa in Israel schon die positiven Auswirkungen.