Altbauer starb bei Löschversuch

Erstellt am 01. November 2011 | 00:00
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TRAGISCH / Leopold Steiner starb angesichts eines Feuers in seiner Lagerhalle an einem Herzinfarkt. Der Ferschnitzer war prägend für das Polit- und Gesellschaftsleben im Ort.
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Altbauer Leopold Steiner verstarb bei seinen Löschversuchen an Herzschock.ZVG
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FERSCHNITZ / Nicht so sehr die in Brand stehende Lagerhalle des Bauernhofes Steiner in Windischendorf war die Unglücksbotschaft in der Gemeinde, sondern der dadurch verursachte Tod des Altbauern Leopold Steiner.

Eine große Rauchwolke war am Dienstag, 25. Oktober, gegen 13 Uhr, rundum sichtbar, als beim Anwesen des Bauernhofes Steiner die seitwärts stehende Lagerhalle, in dem eine Getreidetrocknungsanlage untergebracht war, in Brand geriet. Sechs Feuerwehren mit 120 Einsatzkräften eilten zum Brandort. Wegen akuten Wassermangels musste ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen zum Brandobjekt eingerichtet werden. Das Übergreifen des Brandes auf das angrenzende Wirtschafts- und Wohngebäude konnte verhindert werden. Als Brandursache gilt ein elektrischer Defekt bei der Trocknungsanlage.

Der ehemalige Gemeinderat  erlitt einen Herzschock

Das Dramatische an dem Brandort war aber der Tod des Altbauern Leopold Steiner. Er war mit seiner Schwester Josefa allein zu Hause, bemerkte den Brand, wollte noch löschen, musste aber bald gegen die Übermacht des Feuers aufgeben. Sein angegriffenes Herz (er hatte schon einen Herzinfarkt und einen Herzschrittmacher) konnte die Aufregung nicht fassen und er verstarb trotz Wiederbelebungsversuche an Herzschock.

Steiner war ein Bauer mit Leib und Seele und er stellte sich auch der Öffentlichkeit gerne zur Verfügung. So war er geschäftsführender Gemeinderat von 1975 bis 1980 und dann weitere fünf Jahre Gemeinderat. Immer wieder überraschte Steiner durch seine fortschrittlichen Ideen. So brachte er seine Erfahrungen beim Bau des Amtshauses ein, setzte sich für ein integriertes Feuerwehrhaus und eine Erweiterung der Postbuslinie ein und war rege als Obmann des Straßenausschusses tätig.

Seine Frau Rosa starb 1992 und hinterließ ihm vier Kinder.

Eine große Trauergemeinde folgte dem im 78. Lebensjahr verstorbenen Leopold Steiner zu seinem Grab. Nachrufe hielten Pfarrer Johann Punz und Bürgermeister Johann Berger.

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