1.000 Äschen in Ybbs eingebracht. Die EVN-Fischfreunde setzten in der renaturierten Ybbs bei Amstetten 1.000 Äschen und 10.000 Äschen-Eier ein.

Von Peter Führer. Erstellt am 21. Mai 2020 (03:47)
EVN-Fischfreund Manfred Gratzer und Christoph Friesenegger (rechts) beim Einsetzen der Äschen.
EVN

Fischereiaufseher Manfred Gratzer setzte mit den EVN-Fischfreunden etwa 1.000 einjährige Äschen sowie rund 10.000 Äschen-Eier in die Ybbs ein. Beim Besatz der Eier wurde die Methode „Artificial Nesting“ eingesetzt. „Unsere Maßnahmen sollen die Äschenpopulation nachhaltig schützen, da die Fische von klein auf im Fluss aufwachsen“, so EVN-Fischfreund Christoph Friesenegger.

Bei dieser Methode wird an geeigneten gut durchströmten Stellen im Bach mechanisch der vorhandene Kies gesäubert. Anschließend werden mit dem gereinigten Kies künstliche Laichbetten hergestellt. In diese werden die Eier mittels eines geeigneten Trichters eingebracht. Die Fische schlüpfen und wachsen von klein an in ihrer natürlichen Umgebung auf und sind künftig in der Lage, selber zu laichen und sich zu vermehren.

Im Rahmen der Aktion machten auch die Gerüchte die Runde, dass die Aktion durchgeführt wurde, um die Population des Fischotters zu fördern. Dem erteilt Friesenegger eine Absage: „Mit dem Fischotter hat das nichts zu tun. Der Landesfischereiverband schreibt einen Pflichtbesatz vor, den man in den Flüssen haben muss. Fischotter haben wir bereits genug, der Bestand ist ausreichend vorhanden.“