21-Jähriger leugnet Sex-Tat. Bursche bestreitet vor Gericht, im Berufsschul-Internat über Mädchen hergefallen zu sein. Der Prozess wurde vertagt, um einen weiteren Zeugen zu befragen.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 25. September 2019 (04:34)
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„Der Angeklagte hat versucht, ein Mädchen mit Gewalt zum Beischlaf zu nötigen“, sagt Staatsanwalt Karl Wurzer in einem Prozess gegen einen Wiener.

Im Internat der Berufsschule in Amstetten soll der 21-Jährige versucht haben, eine Mitschülerin zu vergewaltigen. Am Landesgericht in St. Pölten muss er deswegen nun Rede und Antwort stehen. „Die Schüler waren gemeinsam unterwegs, haben Alkohol getrunken. Dann, um zwei Uhr in der Früh, ist der Angeklagte in das Zimmer des Opfers. Das Mädchen hat sich gewehrt, hat versucht, ihn wegzudrücken, da hat er sie in den Arm gebissen, wollte weitermachen. Mitschüler zogen ihn weg, bevor Schlimmeres passieren konnte“, schildert Staatsanwalt Karl Wurzer im Prozess.

Schluss sei damit aber noch immer nicht gewesen. „Eine andere Mitschülerin hat der Angeklagte in Nacken und Schulter gebissen und zwei Kommilitonen bestimmt, falsch auszusagen“, setzt Wurzer fort.

Zum Verbrechen der versuchten Vergewaltigung ist der Angeklagte nicht geständig. „Er war sehr betrunken und ist in den verbotenen Stock des Internats gegangen“, so dessen Verteidiger. Vorsätzliche Körperverletzung und versuchte Bestimmung zur Falschaussage gibt der Wiener zu. „Nach dem Vorfall ist er von der Schule geflogen, sonnenklar, dass er dann Angst hatte“, so der Verteidiger.

Auf ein Urteil muss der Angeklagte allerdings noch länger warten. Ein Zeuge soll noch befragt werden. Der Prozess wird vertagt.