Erstellt am 01. Juni 2015, 10:20

von Hermann Knapp

3,5 Millionen Euro für Spitalsküchen-Umbau. Arbeiten haben schon begonnen. Hauptspeisen werden vorübergehend angeliefert. Im Juli 2016 soll alles fertig sein.

Die Küche des Landesklinikums Amstetten wird umgebaut und saniert. V.l.n.r.: Küchenleiter Christian Lengauer, Alois Wiry, Zweiter Landtagspräsident Johann Heuras, Diätologin Brigitte Reitbauer, Küchenlehrling Tatjana Schaup und Manuel Egger.  |  NOEN, ÖVP

Rund 40 Millionen Euro sind in den letzten Jahren in das Mostviertelklinikum Amstetten geflossen. „Die medizinische technische Infrastruktur wurde modernisiert, sodass es seine Aufgabe als Schwerpunktkrankenhaus in der Region bestens erfüllen kann. In ein paar Bereichen gibt es aber noch etwas zu tun. Und dazu gehört die Küche. Sie wird umgebaut und erneuert“, sagt der zweite Landtagspräsident Johann Heuras. Die momentanen Arbeitsbedingungen seien den Mitarbeitern nicht länger zumutbar. „Die Hitze ist zu groß, Wege sind zu lang, kurz – die Küche ist nicht mehr zeitgemäß“, sagt der VP-Politiker.

Eigentlich kein Wunder. Seit sie 1985 in Betrieb genommen wurde, sind – abgesehen vom notwendigen Austausch von Geräten – keine Investitonen mehr getätigt worden. Dafür wird jetzt aber generalsaniert – um rund 3,5 Millionen Euro. Diese waren im Gesamtausbaupaket bereits vorgesehen und wurden kürzlich auf Beschluss der Landesregierung freigegeben.

Der Umbau wird ein Jahr dauern. Mitte Juli 2016 soll die neue Küche in Vollbetrieb gehen. Still steht der Betrieb während der Umbauarbeiten aber ohnehin nie. Sie werden in sechs Zwischenetappen erfolgen, damit das Küchenteam so wenig wie möglich in seinen Aufgaben eingeschränkt wird.

Provisorium für ein halbes Jahr

Das ganze Essen in Amstetten zu kochen wird im nächsten halben Jahr allerdings nicht möglich sein. „Frühstück und Abendessen werden nach wie vor bei uns gemacht. Die Hauptspeise und die Suppe werden allerdings angeliefert und bei uns auf vier großen Öfen erhitzt“, sagt Küchenchef Christian Lengauer. Dieses Provisorium soll aber nicht länger als ein halbes Jahr dauern. Schon im Jänner will man alle Speisen wieder in Amstetten zubereiten. Auch die Portionen für Essen auf Rädern – das Krankenhaus versorgt ja die Stadt Amstetten damit – werden angeliefert. Das Geschirr wird im kommenden halben Jahr aber in Mauer gereinigt werden, weil dort genug Kapazität vorhanden ist.

Heuras hebt die Bedeutung der Spitals-Küche hervor, die für das Wohlbefinden der Patienten ein wesentlicher Faktor sei.

Im Vollbetrieb sind täglich rund 25 Personen damit beschäftigt das Essen zuzubereiten - insgesamt rund 950 Portionen allein zu Mittag.