Erstellt am 04. Juni 2015, 05:10

von Hermann Knapp

375 Kunden betreut. Caritas ist in der Hauskrankenpflege mit 50,9 Prozent Marktanteil noch immer die Nummer eins im Bezirk. Zahl der psychisch Kranken, die Hilfe brauchen, steigt.

Regionalmanager Johannes Hofmarcher und Stationsleiterin Birgit Rass berichteten über die Arbeit der Caritas.  |  NOEN, Hermann Knapp

Mehr als zehn Mal um die Welt sind die 62 Caritasmitarbeiterinnen (Heimhilfe, Fachsozialbetreuerinnen und diplomierte Krankenpflegerinnen) der Sozialstation Amstetten, Ybbsfeld und Ostarrichi im Vorjahr mit ihren 46 Dienstautos 2014 gefahren – insgesamt 447.066 Kilometer. Sie haben dabei 49.608 Einsatzstunden geleistet und 375 Kunden betreut.

Mitarbeiter leisten gute Arbeit

Regionalleiter Johannes Hofmarcher ist besonders stolz auf die Qualität seiner Mitarbeiterinnen, die großteils auch schon sehr lange für die Caritas tätig sind. „Ihrer guten Arbeit ist es letztlich zu verdanken, dass die Hauskrankenpflege in den letzten Jahren bei uns eine starke Entwicklung durchgemacht hat. Wir haben auch im Vorjahr wieder eine Steigerung von 0,8 Prozent verzeichnet.“ Mit einem Marktanteil von 50,9 Prozent ist die Caritas im Bezirk in diesem Bereich ohnehin führend.

„Für uns kommt der Mensch an erster Stelle – das gilt für die Kunden, aber auch für die Bediensteten“, sagt Hofmarcher. Er verweist auf flexible Arbeitszeiten und auf Fortbildungs- und Gesundheitsangebote für die Mitarbeiterinnen.

Starke Bindung zum Patienten

Für Stationsleiterin Birgit Rass ist die Hauskrankenpflege eine fordernde, aber auch eine sehr schöne Aufgabe: „Man baut ja mit der Zeit eine starke Bindung zum Patienten und auch zu den Angehörigen auf. Da bekommt man dann auch viel Wertschätzung.“ Eine wichtige Direktive der Caritas-Hauskrankenpflege ist, den Kunden nichts aufzuzwingen. „Es hat keinen Sinn den ganzen Haushalt zur Gänze umzukrempeln oder ihren Rhythmus bei der Körperpflege umzustellen. Man muss sich an die Bedürfnisse der Leute anpassen und da ist Einfühlungsvermögen gefragt“, betont Rass.

Die Kundenstruktur hat sich in den letzten Jahren verjüngt. Die Caritas verzeichnet zudem eine deutliche Zunahme von Menschen (ab 30 Jahren) mit psychischen Krankheiten.