40.000 Euro für Liebesdienerin. 40.000 Euro soll Prostituierte aus 50-jährigem Amstettner herausgelockt haben. Richter spricht sie von Betrug frei.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 12. Dezember 2017 (03:15)
APA (Symboldbild)
Symbolbild

Liebe soll eine Prostituierte (41) einem 50-jährigen Amstettner vorgegaukelt und ihm 40.000 Euro herausgelockt haben. Wegen gewerbsmäßig schweren Betrugs sitzt die Rumänin nun vorm Strafrichter.

In einem Bordell lernte der Amstettner die 41-Jährige kennen, ein halbes Jahr lang überwies er ihr dann Bares in ihr Heimatland. Um an das Geld zu kommen, soll die Liebesdienerin geschwindelt haben. Dass ihre Mutter Geld für eine Operation brauche und dass sie für das Studium ihrer Tochter in London und deren Hochzeit Bares benötige, habe die Angeklagte erzählt, so der vermeintlich Geprellte. „Sie hat immer vom Zurückzahlen geredet, sobald sie einen anderen Job hat“, erklärt der 50-Jährige im Prozess am Landesgericht St. Pölten.

Geständig zu dem Vorwurf ist die Rumänin nicht. „Er hat mir Geld gegeben, damit ich meinen Job an den Nagel hänge“, sagt sie. Krankheiten, Studium oder Hochzeit habe sie nicht erfunden, erklärt sie, und legt zum Beweis dessen Dokumente vor.

Warum sie zu Unrecht belastet wird? „Weil er jetzt eine neue Freundin hat“, mutmaßt sie. „Es steht Aussage gegen Aussage, ich kann bei der Angeklagten keinen Täuschungsvorsatz erkennen“, sagt der Richter und spricht sie frei. Wegen der hohen Geldbeträge, die der Amstettner überwiesen hatte, war gegen ihn ein Verfahren wegen Geldwäsche eingeleitet worden, das aber eingestellt wurde.