46-Jähriger setzte Sammelcontainer in Flammen. 46-Jähriger legte dreimal Feuer. Gericht wies ihn in Anstalt für geistig Abnorme ein.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 28. August 2019 (04:14)
Shutterstock.com, Africa Studio
Symbolbild

Drei Mal zündelte ein 46-Jähriger aus Amstetten. Einen Altkleidercontainer setzte er am 23. Dezember 2018 in Flammen, zwei Tage später einen Altpapiercontainer. Nach seiner Verhaftung legte er in einer Justizanstalt in einer Zelle Feuer und sitzt nun als Angeklagter vor Gericht.

Doch nicht nur Flammen hat der Amstettner entfacht, sondern einem anderen die Schuld dafür in die Schuhe geschoben, mit Polizisten gerangelt und einem Mann Schläge angedroht. Waffen besaß er unerlaubt.

"Belastungsstörung wurde falsch behandelt"

„Lange war er unauffällig, nachdem sein Vater verstorben war, er Job und Lebensgefährtin verloren hatte, hat sich das geändert. Das alles hat zu einer Belastungsstörung geführt, die dann auch noch falsch behandelt wurde“, erzählt der Verteidiger des 46-Jährigen im Prozess über seinen Mandanten.

Laut Psychiaterin sei der Amstettner zu den Tatzeitpunkten zwar zurechnungsfähig gewesen, doch leide er an kombinierter Persönlichkeitsstörung, an einer Abartigkeit höheren Grades. Krankheitseinsichtig sei er nicht und mit ähnlichen Taten sei auch in Zukunft zu rechnen, so die Gutachterin.

Schuldig gesprochen wird der 46-Jährige wegen schwerer Sachbeschädigung, versuchter Nötigung, Vergehens nach dem Waffengesetz sowie Widerstands gegen die Staatsgewalt und zu 15 Monaten auf Bewährung verurteilt. Weiters wird die Unterbringung in einer Anstalt für geistig Abnorme ausgesprochen. Das Urteil ist rechtskräftig.