Arbeiten sorgen für Staub auf Gräbern – und für Ärger. Arbeiten in Sporthauptschule hinterlassen Spuren am Friedhof. Bürger haben sich beschwert. Bauleiter weist Vorwürfe zurück.

Erstellt am 10. Oktober 2017 (04:47)
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„Ältere Damen haben sich bei mir über die verstaubten Gräber beschwert“, sagt Norbert Kunz.
Anton Kovacs

Bürgerlistenmandatar Norbert Kunz wurde in der Vorwoche von Friedhofsbesucherinnen auf die Verschmutzung der Gräber aufmerksam gemacht. Tatsächlich lag auf den Grabstätten in den Reihen, die an die ehemalige Sporthauptschule angrenzen, eine dicke Staubschicht. Sie rührte zweifellos daher, dass Bauarbeiter, die mit dem Umbau des Hauses beschäftigt sind, Schutt einfach aus dem zweiten Stock in einen Container kippten – mit entsprechender Staubwolke.

Bauleiter findet Vorwürfe übertrieben

Ein Bauarbeiter kippte Donnerstagvormittag eine Ladung Schutt vom zweiten Stock in einen Container – ohne Materialrutsche und mit entsprechender Staubentwicklung. Foto: Anton Kovacs
Anton Kovacs

Bei der Stadt hatte sich bislang noch niemand beschwert, da aber Allerheiligen näher rückt, sind offenbar Friedhofsbesucher zunehmend empört über die Verunreinigung.

„Wir haben bei der Genossenschaft ‚Die Siedlung‘ interveniert, die ja für diese Baustelle verantwortlich ist. Man hat uns versprochen sich mit der Baufirma in Verbindung zu setzen“, sagt Stadtamtsdirektorin Beatrix Lehner.

Bei der „Siedlung“ verweist man an Bauleiter Roland Lumplecker. Der findet die Vorwürfe übertrieben: „Dass es bei einer Baustelle zu Staubentwicklung kommt, ist normal und wenn der Wind geht, kann es auch sein, dass dieser verweht wird. Grundsätzlich haben wir aber Maßnahmen dagegen ergriffen. Wir besprengen den Schutt mit Wasser, damit es nicht so staubt, und haben eine Schuttrutsche angebracht. Auch wenn Begräbnisse stattfinden, achten wir darauf, keine lautstarken Arbeiten durchzuführen.“ Lumplecker versichert zudem, dass bis Allerheiligen die Ausräumarbeiten erledigt sein werden.