Auch Wiesner zieht sich aus Politik zurück. Die SPÖ zieht Konsequenzen aus der Wahlniederlage: Ursula Puchebner hat ihren Rückzug aus allen Funktionen angekündigt. Bis zur konstituierenden Sitzung wird sie aber noch Bürgermeisterin bleiben.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 29. Januar 2020 (10:15)
Auch Vizebürgermeister Michael Wiesner zieht sich mit der konstituierenden Sitzung aus allen politischen Funktionen zurück.
Knapp

Die Partei verzeichnet aber auch noch einen anderen prominenten Abgang: Auch Vizebürgermeister Michael Wiesner kündigte am Mittwochvormittag gegenüber der NÖN den Rückzug aus allen Funktionen an. "Ich war eine Führungskraft und immer neben Bürgermeisterin Ursula Puchebner in der Verantwortung mit dabei. Daher ziehe ich nach diesem Wahlergebnis auch die Konsequenzen", erklärte der SP-Politiker. Auch er wird aber bis zur konstituierenden Sitzung  im Amt bleiben. "Man schmeißt ja nicht einfach alles hin. Es soll eine geordnete Übergabe geben."

Die Hauptverantwortung in der SPÖ lastet nun auf den Schultern von Stadtparteiobmann Gerhard Riegler. Er soll mit einem kleinen Team die Verhandlungen mit dem Wahlsieger ÖVP führen. Spekulationen, die SPÖ könnte versuchen mit Grünen und FPÖ eine Mehrheit im Gemeinderat zu zimmern, erteilt er eine Absage. "Wir haben beschlossen, dass wir auf den Wahlsieger ÖVP zugehen. Es liegt aber natürlich an Christian Haberhauer die Gespräche aufzunehmen."

Die Niederlage der SPÖ bedeutet ja nicht, dass sie künftig auch im Gemeinderat völlig entmachtet ist. Die Gemeindeordnung sieht für Amstetten 9 bis 13 Stadträte vor. Gibt es neun, stehen laut Wahlergebnis vier der SPÖ zu, gibt es 13 bekommt die SPÖ fünf. Auch der zweite Vizebürgermeister, sollte es einen geben, stünde den Sozialdemokraten zu.

Christian Haberhauer erklärt gegenüber der NÖN, dass er mit allen Parteien das Gespräch suchen werde. "Bei der SPÖ galt es jetzt ja zuerst die Entscheidung ihrer Gremien abzuwarten. Ich werde natürlich mit Gerhard Riegler einen Termin vereinbaren."