Auftakt zur Reihe „Gedenken, Nachdenken, Dokumentieren". 2018 ist ein Gedenk- und Erinnerungsjahr. In Österreich wird unter anderem der 100. Jahrestag der Gründung der Ersten Republik gefeiert und des Anschlusses Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland sowie des Novemberpogroms 1938 gedacht.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 23. Mai 2018 (13:43)
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Ziegelarbeiter aus den 20er Jahren, Ziegelofen Amstetten.
Heinz Schimek

Die Stadtgemeinde Amstetten hat für das Veranstaltungsjahr 2018 daher den Programmschwerpunkt „Demokratie“ ausgerufen und ein umfangreiches und  vielfältiges Angebot zusammengestellt. Eine eigens konzipierte Reihe von sechs Vorträgen (Vortragsreihe „Gedenken – Nachdenken – Dokumentieren“), in denen renommierte WissenschaftlerInnen zu Wort kommen, wird die Gedenkanlässe mit Fragen nach der Entwicklung der österreichischen Demokratie verknüpfen.

Den Auftakt zu dieser Reihe bestreitet der Historiker Dr. Gerhard Ziskovsky mit einem Vortrag am 24. Mai im Rathaussaal Amstetten. Dabei wird er der Frage nachgehen, was die 1918 erfolgte Demokratisierung auf lokaler Ebene bedeutet hat. Beim 2. Vortrag, am 7. Juni 2018, wird Dr. Stefan Eminger (NÖ Landesarchiv) am Beispiel Niederösterreichs ergründen, warum die erste österreichische Republik scheiterte.

Anstellen von Frauen und Kindern bei der Suppenküche der Schulschwestern, Aufnahme aus dem Zeitraum zwischen 1917 und 1919.
Ernst Schindelegger

24. Mai 2018, 19 Uhr, Rathaussaal Amstetten
„Amstetten 1918. Demokratische Revolution in der Kleinstadt?“
Vortrag von Dr. Gerhard Ziskovsky

Ausgehend vom Jahr 1918, dem Ende von Krieg und Monarchie, geht dieser Vortrag der Frage nach, inwieweit man auf lokaler Ebene von einer revolutionären Veränderung sprechen kann. Dabei werden einerseits die Geschehnisse der Umbruchsphase 1918/1919 (Hunger, Rückfluten der Soldaten) beleuchtet, andererseits aber in einen räumlich und zeitlich größeren historischen Zusammenhang gestellt.

Eintritt: freiwillige Spenden