Bauernmarkt hat „Luft nach oben“

Stadtmarketing will den Auftritt und die Werbung verbessern. Auch Spezialitätenmärkte könnten kommen.

Hermann Knapp
Hermann Knapp Erstellt am 26. August 2020 | 04:08
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Mit der Etablierung eines Bauernmarkts am Samstagvormittag will man auch jüngere Besucher anlocken.
Foto: InShot

Das Stadtmarketing und die Politik wollen dem Bauernmarkt eine Frischzellenkur verordnen. Eine Projektgruppe wird sich darüber Gedanken machen. „Vieles funktioniert ja sehr gut und der Markt ist auch gut frequentiert, aber in Sachen Markenauftritt und Bekanntheitsgrad haben wir sicher noch Luft nach oben“, sagt Georg Trimmel, Geschäftsführer der Amstettner Stadtmarketing Gmbh, und weiß sich da eines Sinnes mit VP-Vizebürgermeister Markus Brandstetter.

Derzeit werde, so Trimmel, der Markt vor allem von Einheimischen besucht, weitere mögliche Kundengruppen anzusprechen sei das Ziel. „Dazu ist es notwendig, dass man den Bauernmarkt auch an prominenter Stelle auf der Homepage der Stadt findet und dass vor allem geeignete Werbemittel geschaffen werden. Die gibt es zur Zeit nämlich gar nicht“, sagt der AMG-Geschäftsführer. Natürlich will man auch mit den Standlern reden, welche Ideen und Wünsche sie in Sachen Bauernmarkt haben. Zudem wird im Rahmen der Stadterneuerung bis 5. September eine Online-Umfrage unter den Bürgern zum „Amstettner Bauernmarkt 2.0“ durchgeführt.

Da wird ein Entwurf für einen neuen Auftritt des Bauernmarktes samt Logo abgefragt, aber auch wie die Leute mit dem Angebot und der Qualität der Waren zufrieden sind und ob vielleicht eine Verlängerung der Öffnungszeiten bis 13 Uhr gewünscht ist. Wissen will man vonseiten des Stadtmarketings zudem, welche Angebote der Stadt die Bauernmarktbesucher sonst noch nutzen.

Bauernmarkt auch am Samstag

Geplant ist auch ein neuer Anlauf zur Etablierung eines zusätzlichen Bauernmarktes am Samstagvormittag. „Kundenpotenzial sollte es geben, denn der Donnerstagmarkt wird vor allem von Personen 60 plus frequentiert, die Zeit haben, ihn zu besuchen. Mit dem Samstagsmarkt wollen wir auch die Berufstätigen ansprechen“, sagt Trimmel. Vorerst soll er nur am ersten Samstag im Monat stattfinden. „Es ist nämlich gar nicht so einfach, Standler dafür zu gewinnen, weil diese meist schon anderswo im Einsatz sind.“ Der AMG-Chef ortet aber durchaus Interesse von Erzeugern in der Region, am Samstag ihre Produkte anzubieten – von Imkern zum Beispiel.

Im Gespräch ist in Amstetten auch die Abhaltung von jährlich etwa vier Spezialitätenmärkten (Fischmarkt, Ostermarkt, Biomarkt, Käsemarkt etc.). Auch da können übrigens die Bürger im Rahmen der Umfrage ihre Wünsche deponieren.

Dass der Bauernmarkt für die Innenstadt insgesamt ein Frequenzbringer ist, steht für Trimmel außer Frage. „Er erhöht auf jeden Fall die Aufenthaltsdauer. Und laut Erhebungen des Stadtmarketing Österreich gibt jeder Besucher eines Bauernmarkts dort 15 Euro und zusätzlich rund 30 Euro in anderen Betrieben oder in der Gastronomie aus.“

Umfrage beendet

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