Baustelle als Großprojekt auf der B121. Brücke über die Url muss saniert werden. Arbeiten starten im Frühjahr.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 30. Januar 2019 (05:18)
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Tausende Autos fahren täglich auf der B 121 über die Urlbrücke zwischen Höf und der Zufahrt Greinsfurth. Im Frühjahr wird es in diesem Bereich zur Verkehrsbeeinträchtigungen kommen, denn die Brücke muss generalsaniert werden.
Hirtenlehner

Auch heuer steht den Autofahrern im Gemeindegebiet wieder ein Baustellensommer bevor. Jenes Projekt, das verkehrstechnisch gesehen, die größte Herausforderung sein wird, ist aber keines der Stadt, sondern der Brückenbauabteilung des Landes.

Die Urlbrücke im Verlauf der B 121 zwischen Höf und der Zufahrt Greinsfurth ist in die Jahre gekommen und muss daher nun generalsaniert werden. Die Arbeiten sollen im Frühjahr beginnen. Da auf der Straße täglich geschätzte 20.000 bis 25.000 Autos unterwegs sind, ist das Vorhaben natürlich eine besondere Herausforderung. „Es ist geplant, den Verkehr während der gesamten Bauarbeiten zweispurig zu führen, aber natürlich mit reduzierter Fahrbahnbreite“, heißt es dazu in der Brückenbauabteilung.

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Ressortleiter Dieter Stadl-bauer, Baustadtrat Dieter Funke und Baudirektor Manfred Heigl präsentierten die Straßenbauprojekte der Stadt Amstetten im Jahr 2019.
Knapp

Wann genau die Arbeiten starten werden, ist noch nicht klar, dafür aber ihre Dauer. 24 Kalenderwochen sind dafür angesetzt. Schneller lässt es sich ohne Sperre nicht machen und diese ist nicht möglich, weil die B121 eine Hauptverkehrsader ist und sich auch keine sinnvolle Umleitung anbietet.

Die Stadt Amstetten selbst hat auch etliche Projekte in der Pipeline. Insgesamt investiert sie heuer wieder rund 2,5 Millionen Euro in den Erhalt und die Erweiterung ihres Straßennetzes. Der Kreisverkehr beim Interspar ist schon fertig, die oberste Verschleißschicht soll aber erst im September oder Oktober aufgetragen werden, wenn auch der Umbau des Interspar-Marktes samt Errichtung einer Tiefgarage abgeschlossen ist. Dann wird auch die Agathastraße in diesem Bereich saniert. Neu asphaltiert wird heuer auch die Franz Kollmannstraße nahe des RIZ-Gründerzentrums.

Gemeindestraße in Schimming wird saniert

Ebenfalls am Programm steht die Sanierung der Gemeindestraße in Schimming. Dort hatte die Gemeinde ja jahrelang das Problem, dass zu schwere Lastwagen die Asphaltdecke ramponierten. Inzwischen wurde daher ein Durchfahrtsverbot für Lkw über 3,5 Tonnen erlassen. Für die Landesstraße gilt das allerdings nicht. Beim Land sieht man keinen Anlass für eine Tonnagenbeschränkung – und das ist die schlechte Nachricht für die Anrainer, die über zuviel Lkw-Verkehr klagen.

In Allersdorf wird die Erschließung der Robert Liebenstraße weitergeführt.

Im Ortsteil Greinsfurth steht die Sanierung der Heidestraße (beim Kindergarten) an. Die bisher einspurige Forststraße wird nach einer erfolgten Grundabtretung nun zweispurig ausgebaut.

In Hausmening-Neufurth wird die Stadionstraße Richtung Minigolfplatz saniert.

Baustadtrat Dieter Funke betont, wie wichtig es ist, das Straßennetz zu erhalten. „Da werden wir auch in Zukunft darauf achten müssen, dass die Sanierung gegenüber dem Neubau nicht zu sehr ins Hintertreffen gerät. Denn wenn man zu lange wartet, wird eine Straße rasch zum Totalschaden – mit entsprechend hohen Kosten bei der Wiederherstellung“, mahnt er.