Beschwerden an Stadtpolizei: Lärm sorgt für Ärger. Beschwerden bei Stadtpolizei nehmen zu. Oft geht es um Gartenfeste, aber auch um bellende Hunde oder krähende Hähne.

Von Doris Schleifer-Höderl. Erstellt am 31. Mai 2018 (03:10)
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Stadtpolizei-Kommandant Johann Hellinger ist davon überzeugt, dass mit mehr gegenseitiger Rücksichtnahme viele Probleme auch in Bezug auf Lärm vermieden werden könnten.
Doris Schleifer-Höderl

Immer wieder wenden sich Bürger an die Stadtpolizei, weil sie sich durch übermäßigen Lärm in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt fühlen. „In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Gartenpartys und sonstige Feste, die privat abgehalten werden und in die Nachtruhezeit fallen“, berichtet Kommandant Johann Hellinger und verweist auf die ortspolizeiliche Verordnung über die Vermeidung von Lärm und sonstige Belästigungen, die der Gemeinderat erst kürzlich erlassen hat, und die mit 1. Mai inkraft getreten ist.

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„Darin finden sich klare Richtlinien, die einzuhalten sind“, sagt der Stadtpolizist und rät: „Wenn man einmal ein Fest plant, das bis nach 22 Uhr andauert, ist es sinnvoll, die Nachbarn davon in Kenntnis zu setzen und sie vielleicht dazu einzuladen. Jeder wird hier Verständnis zeigen, vor allem, wenn nicht jedes Wochenende gefeiert wird.“ Anders sieht es aus, wenn die Ruhezeiten regelmäßig gestört werden. Wer sich belästigt fühlt, der hat die Möglichkeit, bei der Stadtpolizei Anzeige zu erstatten. „Beschwerden erreichen uns aber auch vermehrt, weil etwa Hunde ständig bellen, Hähne krähen oder Kinder oft stundenlang lautstark spielen. Hier appellieren wir an die Eigenverantwortung jedes Einzelnen: Was du nicht willst, dass man dir antut, tue keinem anderen an.“ Miteinander leben bedeute nämlich auch, Rücksicht zu nehmen und eine Situation nicht unnötig eskalieren zu lassen.

„Es ist schade, dass man immer wieder auf etwas hinweisen muss, was eigentlich selbstverständlich sein sollte“, bedauert Hellinger. Um möglichen Konfliktsituationen vorzubeugen, wird die Stadtpolizei in den Sommermonaten nachts verstärkt Patrouille fahren – vor allem in den Siedlungen. Dabei kommt auch ein Zivilfahrzeug zum Einsatz.