Bürgerliste will für weiteres MRT-Gerät kämpfen

Erstellt am 27. September 2018 | 02:09
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Norbert Kunz von der Bürgerliste fordert, dass im Röntgeninstitut Amstetten in Zukunft ein MRT-Gerät zur Verfügung stehen soll.
Foto: Peter Führer
Laut Krankenkasse sieht Großgeräteplan in der Region kein zusätzliches MRT-Gerät vor. Die Bürgerliste „Für Amstetten“ will aber weiter dafür kämpfen.
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3.610 Unterschriften für ein zusätzliches Magnet-Resonanz-Gerät im Bezirk Amstetten hat die Bürgerliste „Für Amstetten“ im Juli an Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig übergeben. Diese hat das Ansinnen an die NÖ Gebietskrankenkasse weitergeleitet und von dort kommt nun eine ablehnende Antwort. Der bundesweite Großgeräteplan sehe pro 70.000 bis 90.000 Einwohner einen MRT vor. Das Mostviertel liege mit 81.500 Einwohnern genau im Richtwert. „Durch ein zusätzliches MRT würde der Einwohnerwert auf 61.100 sinken und damit klar unter den vorgegebenen Planungsrichtwerten liegen“, heißt es im Schreiben der GKK. Auch die maximale Wartezeit auf eine Untersuchung liege im Bezirk innerhalb der vorgesehenen 20 Arbeitstage.

Norbert Kunz von der Bügerliste lässt diese Argumente nicht gelten. „Bei diesen Berechnungen wird das Einzugsgebiet nicht berücksichtigt. Zu uns kommen auch viele Leute aus der Steiermark und aus Oberösterreich für MRT-Untersuchungen. Man muss die Einwohnerzahl pro Gerät daher viel höher ansetzen.“ Auch die 20 Tage Wartezeit zweifelt er an. „Wir haben uns bei den Patienten umgehört. Manche warten länger als 20 Arbeitstage. Teilweise finden die Untersuchungen übrigens auch noch spät in der Nacht statt. Wir geben sicher nicht auf und werden notfalls noch weitere Unterschriften für ein Gerät im Institut Stadlbauer sammeln.“

Landesrätin Königsberger-Ludwig will in zwei Wochen im Rahmen der Länderkonferenz der Gesundheitsreferenten im Burgenland das Gespräch mit der Gesundheitsministerin suchen und sie über die Wünsche aus der Region in Kenntnis setzen. „Zu viele Hoffnungen möchte ich aber nicht machen, da in diesem Plan alle Regionen Österreichs berücksichtigt und aufeinander abgestimmt sind. Es bräuchte daher eine gesamtheitliche Überarbeitung des Großgeräteplans.“

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