Bürgermeister Haberhauer: „Wichtige Weichen gestellt“

Amstettens Bürgermeister Christian Haberhauer sieht Großprojekte auf gutem Weg. Badpläne werden bald präsentiert.

Hermann Knapp
Hermann Knapp Erstellt am 06. Oktober 2021 | 05:17
440_0008_8195445_ams40ams_haberhauer_remise_1.jpg
Bürgermeister Christian Haberhauer zieht eine positive Bilanz der Arbeit der letzten eineinhalb Jahre. Trotz Corona-Krise seien wichtige Projekte für die Stadt auf Schiene gebracht worden – von der Wirkstatt über das Naturbad bis zur Remise.
Foto: Kovacs

„Wir haben in den letzten eineinhalb Jahren mit Engagement und Herzblut wichtige strategische Weichen für Amstetten gestellt“, sagt Bürgermeister Christian Haberhauer im Gespräch mit der NÖN. Tatsächlich sind in Amstetten viele große Projekte in Planung oder am Laufen. Die Wirkstatt in Hausmening biegt schon in die Zielgerade ein und soll Ende November in Betrieb gehen. „Es ist wirklich toll, wie sich dieses Projekt entwickelt hat und wie auch Politiker ihre Fachexpertise eingebracht haben. Ohne das Know-how Stefan Jandls gäbe es den Backstage-Bereich in dieser Form nicht. Dominic Hörlezeder drückte der Wirkstatt im Außenbereich den grünen Daumen auf, Ortsvorsteher Anton Geister hat es geschafft, den Musikverein vom Schloss in die Wirkstatt zu übersiedeln und ich selbst habe mich beim Gastronomiekonzept eingebracht“, sagt Haberhauer. 5,4 Millionen Euro hat der Umbau des alten Volksheims gekostet, die offizielle Eröffnung wird im Frühjahr stattfinden.

Für einige Turbulenzen sorgte vor dem Sommer der geplante Neubau des Hallenbades samt Gestaltung des Freibadbereiches. Aber auch dieses Projekt sieht der Stadtchef nun auf einem guten Weg. „Wir werden da in den nächsten zwei bis drei Wochen die konkreten Pläne präsentieren“, kündigt Haber- hauer an. Fix ist jetzt schon, dass der Zeitplan sich nach hinten verschiebt.

Doch ein eigenes 25-Meter-Becken

Das Hallenbad wird nicht schon Ende Jänner 2022 schließen, sondern erst mit Ende der Wintersaison am 30. April. Dann wird mit der Demontage begonnen. „Wir hoffen, dass das Hallenbad vielleicht nur eine Saison nicht verfügbar ist, beim Freibad wird es etwas länger dauern“, kündigt der Stadtchef an. Genaueres über die Pläne will er noch nicht verraten, versichert aber, dass die Wünsche der Bürger eingeflossen sind. Im Außenbereich soll kein einziger Baum gefällt werden. Wie geplant, wird es einen – nur tagsüber offen stehenden – Freibereich mit Zugang vom Ybbsufer geben. Bezüglich Freibad berichtet der Stadtchef, dass nun doch ein eigenes 25-Meter Becken errichtet wird, dazu ein Nichtschwimmer- sowie ein Kinder- und Babybereich. Die Gastronomie wird ein eigenständiges Restaurant sein und auch von außen zugänglich.

Auch zur Debatte um den Umbau der Remise bezieht der Bürgermeister klar Stellung. „Wir haben da wirklich international renommierte Architekten und diese haben den Auftrag, die Gebäudeform und die Struktur zu erhalten“, betont Haberhauer.

Die Remise sei als Veranstaltungsraum derzeit ein Sicherheitsrisiko: „Denn der Dachstuhl ist morsch und es regnet herein“, sagt der Stadtchef. Man dürfe nicht vergessen, dass die Anlage nur eine Garage für Lokomotiven war. „Jetzt wollen wir daraus aber ein Gebäude mit verschiedensten Bauhöhen machen, in das die alten Stilelemente eingebunden werden.“ Neben den Nutzungsschwerpunkten Forschung, Bildung und Entwicklung sollen auch weiterhin Events möglich sein, versichert Haberhauer. Er schließt auch nicht aus, dass sogar jener Teil der Remise, der im Krieg zerbombt wurde, neu errichtet wird. Die Drehscheibe vor dem Gebäude soll auf jeden Fall als öffentlicher Platz erhalten bleiben. Die fünf Planer werden in den nächsten Monaten ihre Projekte vorlegen, dann wird eine Jury entscheiden und die Ausschreibung erfolgen. Realistischer Baubeginn ist 2023.

Haberhauer betont, dass in die Remise zwar Fördergelder vom Land und über den Umweg der Wirtschaftsraum Amstetten GmbH auch der Umlandgemeinden fließen, „aber sie ist dennoch ein Stadtprojekt. Wir bestimmen über das Areal.“