Causa Weber: Erklärung angekündigt. In die Kritik geratener FPÖ-Stadtrat will in der Gemeinderatssitzung eine Stellungnahme abgeben. Rücktritt möglich.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 18. September 2018 (05:15)
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Das FacebookPosting hat für FP-StadtratBruno Weber dramatische Konsequenzen. Er muss nun um seinen Arbeitsplatz bei derFirma Lisecbangen. Seine politischeZukunft ist ebenfalls offen.
Kovacs

Mit Spannung warten SPÖ, ÖVP, Grüne und Neos auf die Gemeinderatssitzung am Mittwoch. Dort wird FPÖ-Stadtrat Bruno Weber eine Erklärung über seine politische Zukunft abgeben. In der Stadtratssitzung in der Vorwoche ließ er sich diesbezüglich noch keine Auskunft entlocken.

Weber war ja wegen eines als homophoben und rassistischen Facebook-Postings zu einer ÖBB-Werbekampagne massiv kritisiert worden und muss nun sogar um seinen Arbeitsplatz fürchten. Die Firma Lisec hat ihn freigestellt. Das Verfahren beim Arbeitsgericht wurde in der Vorwoche vertagt.

Weber hat ja angekündigt, dass er seiner Partei den Rücktritt als Stadtrat anbieten werde. Ob die FPÖ diesen annimmt, darüber ließ sich auch Stadträtin Brigitte Kashofer vor der Gemeinderatssitzung nichts entlocken. Klar ist, dass es, sollte Weber sein Amt nicht niederlegen, trotzdem Konsequenzen geben wird. „Wir sind uns mit den anderen Fraktionen einig. Die Bürgermeisterin wird Weber gegebenenfalls die Wohnungsagenden entziehen. Diese werden dann einem anderen Ausschuss zugeordnet“, sagt SP-Fraktionschef, Vizebürgermeister Anton Katzengruber. Weber als Ausschussvorsitzenden absetzen können die anderen Fraktionen nicht. Aber ohne Wohnungsressort würde er „politisch auf der Leerscheibe laufen.“