CityBus: Neues Konzept. Stadt will Fahrplan des CityBusses überarbeiten und besser auf Bedürfnisse der Pendler abstimmen. Dazu will sie sich Verkehrsplaner ins Boot holen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 25. Januar 2019 (03:49)
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Die ÖVP will die Busstationen sanieren und im CityBus-Design gestalten. Von links: Vizebürgermeister Dieter Funke und die Gemeinderäte Reinhard Aigner und Markus Brandstetter.
ÖVP

Im Verkehrsausschuss wurde in der Vorwoche beschlossen, Angebote von Verkehrsbüros einzuholen. „Wir müssen den Takt und die Fahrzeiten des CityBusses und des CityASTs überarbeiten. Wir wollen sie besser an den Fahrplan der Bahn anpassen und erwarten uns dadurch einen Umstieg von Pendlern auf den öffentlichen Verkehr. Es darf dadurch aber nicht zu Nachteilen für die bisherigen Nutzer kommen“, sagt die Ausschussvorsitzende, Stadträtin Brigitte Kashofer (FPÖ).

Um diese Quadratur des Kreises zu schaffen, braucht die Stadt natürlich professionelle Unterstützung. Die will sie sich eben von Verkehrsplanern holen, sofern man sich auf eine Zusammenarbeit einigen kann.

Geplant ist neben einer Taktverdichtung übrigens auch noch eine Ausweitung des CityBus-Betriebs an die Tagesrandzeiten, um seine Attraktivität zu erhöhen. „Die große Herausforderung wird darin liegen, bei all den angedachten Änderungen die Kosten für die Stadt zu begrenzen“, sagt Kashofer.

SPÖ-Verkehrssprecher Bernhard Wagner betont, dass man sich überfraktionell einig sei, dass der öffentliche Verkehr in Amstetten gestärkt werden müsse, um die Parkmisere beim Bahnhof zu lösen. „Bevor wir da aber zu einer Entscheidung kommen können, brauchen wir entsprechende Daten. Welchen Bereich bindet man ein, um die Pendler noch besser anzusprechen, welcher Takt ist notwendig, wie viele zusätzliche Busse benötigt man? All das gilt es jetzt zu klären.“ Aber auch das bestehende Vertragswerk müsse genau analysiert werden, um zu schauen, welche Veränderungen in welchem Zeitraum überhaupt möglich seien.

Datenerhebung ist für Planung unerlässlich

Auch für VP-Vizebürgermeister Dieter Funke ist die Datenerhebung die Voraussetzung dafür, dass die Politik gemeinsam mit Experten einen vernünftigen Fahrplan erstellen kann. „Es geht darum, dass Pendler rechtzeitig zum Zug kommen, Angestellte und Schüler ein besseres Angebot vorfinden und zugleich der innerstädtische Verkehr reduziert wird“, nennt er die durchaus schwierige Zielvorgabe.

Die ÖVP will aber auch die Zeit der Grundlagenerhebung nicht ungenützt verstreichen lassen. Die Gemeinderäte Markus Brandstetter und Reinhard Aigner regen eine Neugestaltung der Buswartehäuschen an. „Denn diese sind überwiegend in die Jahre gekommen. Wir sollten sie daher im Design der CityBusse neu gestalten. Auch Handyladestationen, die mit Solarzellen betrieben werden und gratis W-Lan sollte man andenken.“ Bei Haltestellen wie in Waldheim und Eggersdorf plädiert die VP zudem für die Aufstellung von Radständern.

Grün-Gemeinderätin Sarah Huber freut sich, „dass der Vorschlag, den ich schon im letzten Ausschuss eingebracht habe, nun umgesetzt werden soll. Bevor wir einer Firma einen Auftrag erteilen, müssen wir aber unsere Zielvorstellungen genau definieren – vor allem, was die Fahrzeiten des CityBusses betrifft“, sagt die Grünpolitikerin.