Countdown für Rathaus-Umbau beginnt. Im Juli startet die umfassende Sanierung. Abteilungen übersiedeln in alte Berufsschule.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 30. Mai 2019 (03:54)
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Mit den Entwürfen für die Sanierung im Stiegenhaus des alten Rathauses (von lnks): Richard Biber vom städischen Bauamt, Bürgermeisterin Ursula Puchebner, Baudirektor Manfred Heigl und Vizebürgermeister Dieter Funke.
Stadtgemeinde

Der Zeitpunkt der Übersiedelung ins Ausweichquartier in der alten Landesberufsschule rückt für die Beschäftigten der Stadtgemeinde im alten Rathaus immer näher. „Wir starten am 8. Juli mit den Abteilungen des Erdgeschoßes, die in der Regel den meisten Parteienverkehr haben, also mit dem Referat für Gesellschaft und Soziales sowie dem Referat für Personenstandswesen“, berichtet Richard Biber vom Bauamt.

Am Dienstag, 9. Juli, folgt das erste Obergeschoß, mit Stadtamtsdirektion, Rechtsabteilung, Stabsstelle und die Liegenschaftsverwaltung. Am Mittwoch, 10. Juli, und Donnerstag, 11. Juli, ist die Bauabteilung dran.

Grund für den Ortswechsel sind die umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten im Rathaus, die im Juli starten und während eines laufenden Betriebs nicht durchführbar sind, weil auch alle Leitungssysteme erneuert werden müssen. Bürgermeisterin Ursula Puchebner bittet die Bevölkerung um Verständnis, solle es im Ausweichquartier Anlaufprobleme geben. „Wir bemühen uns, das gewohnte Service möglichst rasch wieder zur Verfügung zu stellen. Dennoch kann es durch die Übersiedelung zu Verzögerungen kommen.“ Läuft die Verlegung der Abteilungen wie geplant, dann sind sie jeweils nur einen Tag nicht erreichbar. Alle Telefonnummern und Email-Adressen bleiben gleich. „Die größte Umstellung wird für die Bürger und Bürgerinnen daher sein, dass sie uns in den nächsten zwölf Monaten in der Mozart straße finden“, sagt die Stadtchefin. Die Abteilungen im neuen Rathaus, sind natürlich nicht betroffen, sie bleiben vor Ort.

Barrierefreiheit geplant

An der umfassenden Sanierung des alten Rathauses führte kein Weg mehr vorbei. „Das Gebäude ist einfach in die Jahre gekommen, die Leitungen entsprechen längst nicht mehr dem Stand der Technik, die Toilettenanlagen müssen dringend adaptiert werden und ein neuer Lift soll künftig auch die Barrierefreiheit gewährleisten“, sagt Baustadtrat Vizebürgermeister Dieter Funke (VP).

Das Erdgeschoß wird im Innenhof so umgebaut, dass der Zugang zum Rathaus künftig stufenlos möglich ist. Der neue Lift wird im Bereich des derzeitigen Stiegenhauses situiert. Die Rathausbesucher werden künftig also auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl problemlos alle Geschoße erreichen können.

Freundlich und hell gestaltet werden soll auch der Platz vor dem Standesamt. Die hofseitige Fassade wird adaptiert um mehr natürliches Licht in das Gebäude zu bekommen und auch die Fenster werden erneuert.

Der Innenhof soll mit Bänken und Bäumen ebenfalls einladender gestaltet werden.

Die Kosten für die umfassenden Sanierungsarbeiten werden sich auf rund zwei Millionen Euro belaufen.