Donnerstagsdemo für mehr Solidarität und Menschlichkeit. Das Aktionsforum Mehrwert hatte in einer Donnerstagsdemo zum friedlichen Protest gegen die schwarzblaue Regierung aufgerufen. Mehr als 400 Personen (laut Veranstalter) versammelten sich am Hauptplatz und zogen dann durch die Stadt.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 01. März 2019 (12:40)

"Ich freue mich, dass so viele gekommen sind und dass wir heute hier ein starkes Zeichen für die persönliche Freiheit und die Wahrung der Menschenrechte setzen", begrüßte Christian Köstler vom Aktionsforum Mehrwert um 18 Uhr die Demonstranten am Amstettner Hauptplatz.

Im Internet anonym etwas zu posten, sei leicht, aber persönlich und öffentlich für eine Sache einzutreten, erfordere Mut und Engagement. "Wir fordern soziale Fairness und Gerechtigkeit, Chancengleichheit für alle Kinder und eine Wirtschaft, die die Bedürfnisse aller befriedigt und nicht nur die Interessen weniger bedient", fasste Köstler zusammen, warum das Aktionsforum die Demonstration organisiert hat.

Unterstützt wurde die Demo auch von einer Abordnung der Fraktion sozialistischer Gewerkschafter. Bei der Abschlusskundgebung am Hauptplatz ergriff auch Albert Dlabaja vom KZ-Verband NÖ das Wort, der sich vor allem gegen Innenminister Kickl und seine Pläne für eine Schutzhaft wandte. Dlabaja erzählte von seinem Vater, der 1939 in Schutzhaft genommen wurde und in der Folge bis Kriegsende im KZ Buchenwald war.

Nach Amstetten gekommen war auch Susanne Scholl, eine der "Omas gegen Rechts". Auch sie übte harte Kritik an der Regierung, die mit ihrer Politik die Gesellschaft spalte. "Die Demokratie ist vielleicht nicht das ideale System, aber das beste, das wir bisher gefunden haben und die Regierung fährt sie gegen die Wand!"

Mehr zur Donnerstagsdemo lest ihr in der nächsten Ausgabe der Amstettner NÖN.