Forstheide: 208 Bäume entfernt. Kranke Fichten im Stadtwald wurden schon gefällt, Eschen stehen aber noch. Sperrgebiet bleibt daher aufrecht.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 06. September 2017 (05:02)
Umweltstadtrat Dominic Hörlezeder versteht, dass das Fällen von Fichten in der Forstheide bei Bürgern für Kopfschütteln sorgt. Allerdings hat die Behörde vorgeschrieben, die Bäume zu roden, weil sie vom Borkenkäfer befallen sind. Das Sperrgebiet bleibt aufrecht.
NOEN, privat

Nicht nur menschliche Sonnenanbeter haben die Hitze in den letzten Wochen genossen, auch die Borkenkäfer finden Temperaturen jenseits der 30 Grad schlichtweg toll. Da vermehren sie sich besonders rasant. Auch in der Forstheide.

„Gerade deshalb haben wir uns bemüht im Bereich der Meerwiese in Hausmening alle vom Borkenkäfer befallenen Bäume zeitnah zu entfernen“, berichtet Umweltstadtrat Dominic Hörlezeder.

„Auswirkungen des Klimawandels in all seinen Facetten“

Vorgeschrieben wurde die Fällung der 208 Stämme von der Forstbehörde, und die Frist dafür lief bis 31. August. „Wir haben es gerade noch geschafft und das auch nur, weil die Firma Dorner wirklich mit Hochdruck gearbeitet hat“, sagt der Grün-Politiker.

Er sei natürlich selbst traurig über die Rodung so vieler Bäume. „Aber wir bekommen in Amstetten die Auswirkungen des Klimawandels eben auch in allen seinen Facetten zu spüren“, betont Hörlezeder.

Die Sperrzone in der Forstheide wird auch noch eine Zeit lang bestehen bleiben. Auf dem Areal stehen nämlich noch etliche Eschen, die vom Pilz befallen sind und eine Gefahr für Erholungssuchende darstellen. „Wir müssen sie daher entfernen, im Augenblick haben aber alle holzverarbeitenden Betriebe jede Menge zu tun, darum wird das noch eine Weile dauern“, sagt der Umweltstadtrat.

Anstelle der in der Forstheide ohnehin standortuntypischen Fichten sollen andere Bäume gepflanzt werden.