Forstheide: Ärger über Zigarettenstummeln. Umweltstadtrat Hörlezeder und Umweltgemeinderätin Pfaffender mahnen und setzen auf Bewusstseinsbildung.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 10. März 2020 (06:13)
Umweltgemeinderätin Michaela Pfaffeneder und Umweltstadtrat Dominic Hörlezeder sind laufend mit Beschwerden über Raucher konfrontiert, die ihre Zigarettenstummel in der Forstheide einfach auf den Boden werfen. Das verschandelt die Umwelt und erhöht das Waldbrandrisiko.
Grüne

Zahlreiche achtlos weggeworfene Zigarettenstummeln auf den Wegen durch die Forstheide sorgen bei Anrainern und Spaziergängern zunehmend für Unmut. Umweltgemeinderätin Michaela Pfaffeneder (ÖVP) und Umweltstadtrat Dominic Hörlezeder (Grüne) sehen sich in letzter Zeit immer öfter mit Beschwerden konfrontiert. „Ich habe mir das selbst angesehen und es ist wirklich schlimm, wie viele Zigarettenkippen da die Landschaft verschandeln. Da haben wir Handlungsbedarf“, befindet der Grünpolitiker. Er überlegt, die bestehenden Mistkübel mit Aschern auszustatten, in der Hoffnung, dass die Raucher sie dann auch tatsächlich nutzen.

Pfaffeneder sorgt sich, dass durch die Zigarettenkippen im Sommer ein Waldbrand ausgelöst werden könnte. „Damit wird auch der Lebensraum von Tieren und Pflanzen massiv gefährdet“, sagt die VP-Politikerin. Sie bittet die Spaziergänger und Läufer aber auch, keinen Abfall ins Gelände zu werfen. In der Forstheide finden sich nämlich auch Dosen, Zuckerlpapierl, Müsliriegelverpackungen und anderer Müll. „Wir müssen alle gemeinsam unsere Umwelt sauber halten, für unsere Kinder!“, mahnt Pfaffeneder. Am 28. März wird die Gemeinde übrigens wieder die traditionelle Flurreinigungsaktion starten.

Hörlezeder überlegt, in der Forstheide Schilder anzubringen mit Aufschriften wie: „Eine Zigarettenkippe verunreinigt 60 Liter Grundwasser!“ „Ich halte nämlich nichts von Verboten, sondern glaube, dass es besser ist, das Bewusstsein der Menschen für die Umwelt zu schärfen“, sagt der Grünpolitiker.

Ebenfalls Hinweistafeln will er am Ybbsuferweg montieren. Dort macht derzeit nicht der Müll Probleme, sondern Passanten, die säckeweise altes Gebäck an die Fische verfüttern. „Ich weiß ja, dass sie es gut meinen und das Brot sinnvoll nutzen wollen, nur tut all das Salz darin den Fischen und den Vögeln in dieser Menge gar nicht gut“, sagt Hörlezeder.