Freibad: SPÖ hat noch Einwände. 74,8 Prozent der insgesamt 504 Teilnehmer an der NÖN-Umfrage zum Bad gefallen die neuen Pläne der Stadtregierung.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 02. Juni 2021 (04:27)
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SPÖ-Stadtrat Bernhard Wagner (links) und SPÖ-Vizebürgermeister Gerhard Riegler haben noch Einwände gegen das neue Bad-Konzept der Stadtregierung.
SPÖ, SPÖ

Viele Bürger scheinen mit dem neuen Konzept der Stadtregierung für den Badumbau zufrieden zu sein. Bei der vorwöchigen NÖN-Umfrage bewerteten 74,8 Prozent der 504 Teilnehmer die Pläne positiv.

In der Politik gibt es aber noch Diskussionsbedarf darüber. Der Baubeirat sollte dem Architektenbüro Gobli grünes Licht für die Feinplanung des neuen Bades erteilen. ÖVP, Grüne, NEOS und FPÖ (und damit eine klare Mehrheit) haben zugestimmt, die SPÖ allerdings nicht. Sie hat noch Einwände gegen das vorliegende Projekt und will es im Gemeinderat diskutieren. „Der Druck, den die Bürger und auch wir ausgeübt haben hat sich ausgezahlt. Unsere Petition wurde ja von über 1.500 Personen unterschrieben. Am Ende konnte der Bürgermeister nicht mehr anders, als die ersten Pläne zu verwerfen. All der Unmut und die Verunsicherung wären aber nicht nötig gewesen, wenn man die Bevölkerung gleich in die Planung einbezogen hätte“, sagt Vizebürgermeister Gerhard Riegler.

Ein Schritt in die richtige Richtung

Das neue Konzept sei ein Schritt in die richtige Richtung, aber es gäbe noch viele Probleme, die in der Feinplanung besprochen und behoben werden müssten. Bernhard Wagner nennt konkrete Bedenken der SPÖ: „Aus unserer Sicht ist vor allem das neue Schwimmbecken, das in das Erlebnisbecken integriert werden soll, nicht sonderlich gut durchdacht. Besser wäre es, die beiden Becken zu trennen und jeweils eigenständig zu betreiben, damit es zu keinen Interessenskonflikten kommt“, sagt der Baustadtrat. Außerdem könnte das Schwimmbecken im Winter mit einer Traglufthalle überdacht und so ganzjährig genutzt werden. „Dass im neuen Konzept kein Sprungturm mehr vorgesehen ist, finden wir schade, und die deutliche Verkleinerung der Liegeflächen halten wir für ein Problem, das auch noch behoben werden muss“, sagt Wagner.
Ein weiterer Kritikpunkt der Sozialdemokraten ist die Sauna. Es sei ungeschickt, diese abseits des Hallenbads zu bauen, außerdem dürfe das nicht erst in fünf bis zehn Jahren geschehen.

Vonseiten der ÖVP gibt es keinen Kommentar zu diesen Einwänden der Sozialdemokraten. „Die Pläne liegen auf dem Tisch und die positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung sprechen für sich“, sagt Bürgermeister Christian Haberhauer.
Für den grünen Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder ist der Wunsch der SPÖ nach Abtrennung zwischen Schwimmer- und Erlebnisbereich kein unlösbares Problem. „Das lässt sich technisch bestimmt auch dann machen, wenn es nur ein großes Becken gibt. Das ist nun wirklich Sache der Feinplanung.“

Am 16. Juni soll eine Gemeinderatssitzung stattfinden, bei der das Bad nochmals auf der Tagesordnung stehen wird.