Freiwilliges soziales Jahr: „ Lernst viel fürs Leben“. Drei junge Frauen absolvieren Freiwilliges Soziales Jahr beim Roten Kreuz.

Von Doris Schleifer-Höderl. Erstellt am 11. April 2020 (04:23)
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Isabella König, Julia Freinhofer und Anna Krahofer werden auch nach Absolvierung des freiwilligen Sozialjahres weiterhin als Sanitäterinnen beim Roten Kreuz Dienst versehen.
RK NÖ/ Bezirksstelle Amstetten

„Wenn man gerne im Team arbeitet, sich gerne sozial engagiert und kontaktfreudig ist, dann ist das Freiwillige Soziale Jahr geradezu optimal, um fürs Leben zu lernen“, sagen Julia Freinhofer (20) aus Allersdorf, Isabella König (20) aus Zeillern und Anna Krahofer (19) aus Winklarn, die derzeit beim Roten Kreuz im Rettungsdienst tätig sind. „Ich habe vor vier Jahren einen Autounfall miterlebt und war schwer beeindruckt, was die Rettungssanitäter so leisten“, berichtet Anna Krahofer. Sie habe von Freunden, die den Zivildienst beim Roten Kreuz leisteten, gehört, dass man dort auch ein freiwilliges Sozialjahr absolvieren könne. Seit September des Vorjahrs ist sie nun dabei.

Julia Freinhofer wurde von einer Freundin, die selbst das FSJ absolvierte, darauf aufmerksam gemacht. Sie hat im Juli 2019 ihren Dienst aufgenommen.

Isabella König wollte sich vor Beginn eines Studiums ein Jahr lang sozial engagieren. Auch sie ist seit Juli 2019 beim Roten Kreuz in Amstetten.

Schutzmaßnahmen wurden verschärft

Für den Rettungsdienst haben sie sich deshalb entschieden, weil jeder Tag da neue Herausforderungen bringt. „Man weiß in der Früh nie, was auf einen zukommt.“ In Zeiten von Corona hat sich der Dienst insofern verändert, dass noch rigidere Maßnahmen gelten. Mundschutz und Handschuhe sind ein Muss. „Wir sind aber darauf geschult, mit Herausforderungen umzugehen und es gibt nach jedem Einsatz auch eine Teamnachbesprechung“, sagen Julia, Anna und Isabella.

Vor allem die große Dankbarkeit der Menschen sei es, die sie für ihren Einsatz entschädige und auch berühre. „Und die Gewissheit, dass man helfen konnte“, sagt Anna. „Man merkt auch, dass die Leute sich freuen, wenn Frauen mit in einem Team sind, besonders Kinder legen da eher die Scheu ab.“

Bereut haben es die drei nie, sich für das Freiwillige Sozialjahr entschieden zu haben. „Du lernst so viel für dein weiteres Leben, das kann dir keiner mehr nehmen!“

Alle drei haben schon einen klaren Berufswunsch. Julia, hat den Vorsatz, Polizistin zu werden, könnte sich aber auch alternativ vorstellen, Gesundheits- und Krankenpflegerin zu werden. Anna wollte eigentlich entweder im Bankwesen oder im Versicherungsbereich tätig werden. „Aber ich bin nun daraufgekommen, dass doch ein Beruf im Gesundheitsbereich mir mehr liegt und ich werde Physiotherapie studieren.“ Isabella hat sich entschlossen, nach Beendigung des FSJ im Juli Biomedizinische Analytik zu studieren.

Dem Roten Kreuz werden die drei übrigens auch nach Ende des sozialen Jahres als Sanitäterinnen erhalten bleiben.