Gedenktafel erinnert an schrecklichen Bombentreffer. "75 Jahre danach - aber vergessen sollte es nicht werden." - Unter diesem Motto stand die Gedenkfeier beim Kriegsopferkreuz in der Salesianerpfarre Amstetten Herz Jesu. Dabei wurde all jener gedacht, die am 16. März 1945 bei einem Bombentreffer auf einen Bunker in der Friedenstraße in Amstetten ums Leben kamen.

Von Wolfgang Zarl. Erstellt am 30. Oktober 2020 (08:51)
Pfarrer P. Hans Schwarzl mit Mitinitiator Herbert Haslinger

 
Wolfgang Zarl

Nach den Recherchen des Amstettner Stadtarchivars Thomas Buchner in Zusammenarbeit mit dem „Mauthausen Komitee“ konnten die Namen von 60 Toten in den Sterbebüchern eruiert werden und diese wurden von der Stadtgemeinde Amstetten auf der neu montierten Gedenktafel verewigt.

Es dürften jedoch wahrscheinlich mehr Tote gewesen sein, vermutlich mehr als 100. Die meisten 60 Toten waren Zwangsarbeiter und darunter auch Kinder. Das jüngste war gerade erst zwei Monate alt. Die Zwangsarbeiter dürften mehrheitlich aus osteuropäischen Länder wie Ukraine und Russland stammen. Die Dorfgemeinschaft Greimpersdorf lud zu einer Gedenkfeier, anschließend zelebrierte Salesianerpfarre P. Hans Schwarzl einen Gedenkgottesdienst.

Der bekannte Waidhofner Künstler Herbert Petermandl hat diese Tafel neu gestaltet.