Gemeinsam für den Artenschutz

Erstellt am 18. August 2014 | 12:15
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Foto: NOEN, Moststraße
Teiche angelegt / Landschaftsentwicklungskonzept Forstheide und Tourismusverband setzten Projekt um.
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Die Forstheide ist nicht nur ein beliebtes Naherholungsgebiet, sondern auch Zuflucht seltener oder gefährdeter Arten. Nun wurden als Artenschutzmaßnahme in einer Ybbs au bei Hausmening ein Landschaftsteich und fünf kleinere Tümpel angelegt.

Die maximal eineinhalb Meter tiefe Teichanlage wird von einem kleinen Wiesengerinne gespeist. Amphibien wie Springfrösche, Gelbbauchunken und Kammmolche sollen hier eine neue Heimat finden. „Fische werden hier keine eingesetzt. Es soll ein reines Amphibienhabitat sein, damit diese hier auch ihre Ruhe haben“, betonte Projektleiter Dieter Stadlbauer vom Bauamt der Stadtgemeinde Amstetten, bei einer Begehung nach dem Einlassen des Wassers, an der auch Bürgermeisterin Ursula Puchebner und Umweltgemeinderat Bernhard Wagner teilnahmen. Beide zeigten sich – wenige Monate nach dem Abschluss des Life-Projekts an der Ybbs – sehr zufrieden über die Fertigstellung eines weiteren Projekts im Sinne des Artenschutzes.

Fünf Gemeinden an Projekt beteiligt

Unterstützt wurde die Errichtung des Amphibienhabitats auch vom Winklarner Unternehmer Koloman Riedler, dessen Firma Riedler Kies & Bau im Vorjahr bereits mit einem Umwelt-Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet worden war.

Gefördert wird die Umweltmaßnahme einerseits über das Projekt „Landschaftsentwicklungskonzept Forstheide“, an dem sich fünf Gemeinden beteiligen und andererseits auch über die LEADER Region Tourismusverband Moststraße. Denn die gefährdeten Tierarten und Habitate werden in Zukunft vor allem Schüler von neu ausgebildeten Naturvermittlern n erklärt werden.

Das Konzept für die Schulung dieser kompetenten Führer stammt von Helga Steinacher. Die Expertin hat unter anderem bereits Kulturvermittlungskonzepte für diverse NÖ Landesausstellungen und Ausstellungen auf der Schallaburg erstellt. Die inhaltliche wissenschaftliche Komponente stammt von Claudia Ott und Werner Weißmair, die das Landschaftsentwicklungskonzept Forstheide bereits seit Jahren begleiten.

Austausch von Wissen und Erfahrungen

Ziel des Projektes ist es Kenntnisse und Wissen über die Natur- und Umwelträume, wie Streuobstwiesen und Forstheide, vor der Haustüre zu teilen und gemeinsam Erfahrungen auszutauschen. Dadurch soll auch ein Beitrag zur sozialen Verantwortung für ökologische Kleinode entlang der Moststraße geleistet werden.

Moststraßenobfrau Michaela Hinterholzer betonte: „Die Forstheide entlang der Ybbs ist neben ihrer wirtschaftlichen Bedeutung für viele Menschen in der Region ein wesentlicher Naherholungsraum, dessen ökologische Bedeutung eine optimale Ergänzung zu den Streuobstwiesen des Mostviertels darstellt. Daher freuen wir uns dieses Projekt mit einer LEADER-Förderung zu unterstützen.“


Forstheide

Am Landschaftsentwicklungskonzept Forstheide sind Mandatare der betroffenen Gemeinden Kematen, Allhartsberg, Winklarn und Aschbach ebenso beteiligt wie Vertreter der Bürgerinitiative „Rettet die Forstheide“, Naturschutzexperten und Schotterunternehmer.

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