Grüne sind für Umweltreferat. Für Stadtrat Dominic Hörlezeder sind Aufgaben im Umwelt- und Energiebereich so umfassend, dass dafür am Stadtamt eine eigene Abteilung geschaffen werden sollte.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 07. Juni 2017 (03:23)
Umweltstadtrat Dominic Hörlezeder hält es für höchst an der Zeit, am Stadtamt ein Umweltreferat einzurichten.
Grüne Amstetten

Schon im Vorjahr haben die Grünen ein eigenes Umwelt- und Energiereferat gefordert. Jetzt verleiht der neue Stadtrat Dominic Hörlezeder diesem Ansinnen nochmals Nachdruck. „Aktuell werden die verschiedenen Umweltthemen, wie etwa die diversen Life-Projekte und LE-Projekte in der Forstheide, an der Ybbs oder Url, innerhalb der Bauabteilung mitbehandelt. Es käme einer Verwaltungsvereinfachung gleich, ein eigenständiges Umwelt- und Energiereferat zu schaffen“, sagt der Grünpolitiker.

Der fachlich qualifizierte Mitarbeiter habe ein überaus breites und vielschichtiges Arbeitsspektrum abzudecken und werde von verschiedensten Seiten mit Arbeiten eingedeckt, sodass für seinen Kernbereich oft nicht die erforderliche Zeit bleibe. „Außerdem sind die Kompetenzen und Entscheidungsbefugnisse nicht in der nötigen Klarheit geregelt. Eine klare Abtrennung und Aufwertung dieses wichtigen Teiles wäre absolut wünschenswert und sinnvoll“, betont Hörlezeder.

Für ihn stellt sich auch die Frage, ob in diesem Bereich nicht ein weiterer Mitarbeiter sinnvoll wäre. „Es gibt am Umweltsektor hohe Summen an EU-Förderungen zu akquirieren, wie die bisherigen schon umgesetzten und derzeit in Ausarbeitung befindlichen Umweltschutz- und Renaturierungsprojekte an der Ybbs und der Url zeigen. Ein zusätzlicher Arbeitsplatz würde der Gemeinde letzten Endes mehr Geld einbringen als kosten.“

Vergleichbare Städte, wie etwa Baden, hätten längst ein Umweltreferat und damit gute Erfahrungen gemacht. „Bisher wurde unsere Forderung von der Bürgermeisterin leider abgelehnt, aber wir werden weiterhin darauf pochen“, betont der Grün-Stadtrat.