Hallenbad-Sanierung: Hoffen auf Landesgelder . Maximalvariante würde 21,5 Millionen Euro kosten. SPÖ und Grüne verweisen auf überregionale Bedeutung des Bades.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 21. Januar 2020 (04:34)
Vizebürgermeister Michael Wiesner (SPÖ), Stadtrat Dominic Hörlezeder (Grüne) und Bürgermeisterin Ursula Puchebner (SPÖ) hoffen bei der Sanierung des Naturbades auf Unterstützung des Landes.
SPÖ

In den Startlöchern steht die Gemeinde in Sachen Naturbad-Sanierung. „Wir gehen davon, aus, dass nach der Gemeinderatswahl, wenn wieder Normalität eingekehrt ist, wir eine Rückmeldung vom Land erhalten und damit einer Entscheidung näher kommen“, sagt Bürgermeisterin Ursula Puchebner. Die Stadt hat ja schon am 4. Mai 2019 dem Land die Maximalvariante mit Kosten von rund 21,5 Millionen Euro präsentiert. „Das Projekt liegt der zuständigen Landesrätin Petra Bohuslav zur Prüfung vor“, berichtet die Stadtchefin.

Um keine wertvolle Zeit zu verlieren, hat der Baubeirat für das Naturbad inzwischen schon einen Generalplaner für das Projekt bestellt: die Bietergemeinschaft Gobli/GmbH/GBT Planung GmbH aus Graz. „Da es bei jedem Planungsschritt möglich ist, das Projekt zu stoppen, besteht keine Gefahr eines verlorenen Aufwandes. Sobald wir vom Land erfahren, in welchem Maße es das regionale Schwerpunktbad unterstützen wird, werden wir über das Projektausmaß entscheiden. Die Maximalvariante können und wollen wir alleine nicht stemmen“, sagt Finanzstadtrat Michael Wiesner.

Dass das Hallenbad für die ganze Region wichtig ist, belegt die Statistik. Rund 20 Prozent der Besucher kommen aus Amstetten, 50 Prozent aus dem Bezirk und 30 Prozent aus anderen Bezirken. „Auch viele Schulen nutzen das Hallenbad für den Schwimmunterricht. Wir müssen immer wieder Anfragen ablehnen, weil wir nicht genug Bahnen zur Verfügung haben“, berichtet Puchebner.

Auch für Grünen-Stadtrat Dominic Hörlezeder ist ein modernes Amstettner Bad von überregionaler Bedeutung. „Daher erwarte ich mir eine entsprechende finanzielle Unterstützung des Landes“, sagt er.

Puchebner erklärt den Sanierungs-Fahrplan. Der Vorentwurf für die Planung und die Abstimmung mit dem Nutzer sollen bis April 2020 erfolgen, „sodass dann der endgültige Vorentwurf inklusive Kostenschätzung dem Baubeirat vorgelegt werden kann. Weitere Detailplanungen und Ausschreibungen sollen dann bis Dezember 2020 stattfinden. Bis März 2021 wollen wir dann die Gewerke vergeben. Als Baubeginn schwebt uns ein Termin im April 2021 vor.“