Haselsteiner: „Alles ist gut über die Bühne gegangen“. Herbert Haselsteiner, Geschäftsstellenleiter des Roten Kreuzes Amstetten, zieht nach dem Massentest zufrieden Bilanz.

Von Peter Führer. Erstellt am 16. Dezember 2020 (03:52)
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Bezirksstellengeschäftsführer Herbert Haselsteiner (links) mit den Stabs-Mitarbeitern Sebastian Bohlheim (S1 Bezirkskommando), Thomas Frühwirt (Chef des Stabes) und Wolfgang Frühwirt (Bezirkskommandant Amstetten) bei der Arbeit in Amstetten.
Rotes Kreuz

NÖN: Herr Haselsteiner, der Massentest am vergangenen Wochenende führte zu einem Großeinsatz für das Rote Kreuz. Welche Bilanz ziehen Sie?

Herbert Haselsteiner: Wir sind sehr, sehr zufrieden. Es ist alles gut organisiert über die Bühne gegangen. Ich war vorher angespannt, weil wir als Rotes Kreuz einen so großen Einsatz in der jüngeren Geschichte nicht gehabt haben. Es war aber alles auch von den Gemeinden optimal vorbereitet und organisiert. Ein vorbildhafter Einsatz. Diskutieren muss man sicher über die Teilnahme, aber das ist ein Thema für andere.

Welche Rückmeldungen haben Sie aus der Bevölkerung erhalten?

Haselsteiner: Die Rückmeldungen waren sehr positiv. Unsere Mitarbeiter konnten den Vorgang sehr gut erklären. Es gab ja bei dem einen oder anderen auch Ängste vor dem Test. Diese Ängste haben wir nehmen können. Es ist auch viel Lob ausgesprochen worden, dass der Testablauf sehr schnell ging. Einer unserer Mitarbeiter in Amstetten hat einmal gestoppt. Vom Eingang bis zum Ausgang dauerte es nur sieben Minuten.

Wie viele Mitarbeiter waren vom Roten Kreuz Amstetten im Einsatz?

Haselsteiner: Wir haben 99 Tester gestellt, die aktiv an den beiden Tagen unterwegs waren und insgesamt 27 Teststraßen betreut haben.

Wie wurden diese Helfer rekrutiert?

Haselsteiner: Wir haben vor etwas mehr als zwei Wochen den Auftrag bekommen, das Personal zu rekrutieren. Gefragt wurden dann die Rettungs- oder Notfallsanitäter, die sich bereit erklärten, an einem oder zwei Tagen mitzuarbeiten. Dann standen diverse Schulungen per Webinar auf dem Programm sowie Unterweisungen in 10er-Gruppen. Ein Teil war schon vorher als mobiler Tester unterwegs. Es ist ein Glück, dass bei uns viele Mitarbeiter bereits als Tester Erfahrungen gesammelt haben.

Wie hat die Zusammenarbeit mit den Behörden funktioniert?

Haselsteiner: Das hat hervorragend funktioniert und war auch wichtig. Da die Drive-in-Teststation in St. Georgen länger geöffnet hatten, war es für jene Menschen, die ein positives Testergebnis bekommen haben, möglich, sofort den PCR-Test nachzuholen. Und vielleicht schon am Montag das Ergebnis zu erhalten.

Es ist ja für Anfang Jänner ein weiterer Massentest angedacht. Wie blicken Sie diesem entgegen?

Haselsteiner: Wir wünschen uns natürlich, dass es wieder so gut läuft wie am vergangenen Wochenende. Und hoffentlich können wir auch wieder ausreichend Mitarbeiter motivieren. Erfreulich ist, dass sich viele schon für den nächsten Test bereiterklärt haben. Sie haben ja zahlreiche positive Rückmeldungen bekommen, das positive Feedback motiviert und freut einen ja auch.