Vandalismus zwingt Stadt zum Handeln

Erstellt am 26. Juni 2022 | 04:15
Lesezeit: 3 Min
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Eine Videokamera soll künftig ein wachsames Auge auf die beiden WCs am Bahnhof in Hausmening haben. Wegen oftmaliger Vandalenakte sind sie derzeit gesperrt.
Foto: Knapp
Bei WC-Anlage beim Bahnhof in Hausmening wird Videokamera installiert, beim Trainingsplatz hinter Eishalle ein Zaun montiert.
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Bei der WC-Anlage beim Bahnhof in Hausmening wird im Sommer eine Videokamera zur Überwachung installiert, das hat der Gemeinderat kürzlich beschlossen. Erforderlich ist diese Maßnahme, weil es dort immer wieder zu Vandalenakten kam. „Das hat in der Corona-Zeit angefangen. Zuerst wurden Klopapierhalter heruntergetreten, dann die Spiegel zerschlagen und zuletzt hat jemand sogar die Klobrillen angezündet“, berichtet Ortsvorsteher Anton Geister.

Zwar hat die Polizei ihre Kontrollen verstärkt und die Streetworker von Westrand und zuletzt sogar eine Security schauten immer wieder bei den WC-Anlagen nach dem Rechten, habhaft konnte man der Vandalen aber nicht werden.

„Letztlich blieb uns dann nichts übrig, als die WCs zu sperren. Sobald die Kamera beim Abgang zum Bahnsteig installiert ist, werden wir sie aber wieder öffnen“, kündigt Geister an. Das Gebäude gehört den ÖBB, die Gemeinde hat die WC-Anlage gemietet. Rund 7.000 Euro wird die Kamera kosten und sie wird ins Videosystem der ÖBB integriert.

Polizei kann die Aufnahmen anfordern

Sollte es erneut zu Vandalenakten kommen, kann die Polizei die Aufnahmen anfordern. „Wir hoffen, dass wir das Problem damit lösen können, damit die Toiletten-Anlage wieder uneingeschränkt zur Verfügung steht“, sagt der Ortsvorsteher.

Ebenfalls ein Problem mit einer Art „Vandalismus“ hatte die Stadt in Amstetten beim Naturrasenplatz hinter der Eishalle, den der SKU gemietet hat. „Das hat im Vorjahr begonnen. Da sind immer wieder Kricketspieler, woher wissen wir nicht, gekommen und haben dort gespielt. Dabei haben sie den Rasen mit ihren Schlägern schwer beschädigt. Sie waren zudem sehr lautstark und Jugendlichen gegenüber, die am Platz Fußball spielen wollten, fast aggressiv“, berichtet Sportstadtrat Peter Pfaffeneder.

Immer wieder musste die Gemeinde Sanierungsarbeiten durchführen, was in Summe schon mehr als 10.000 Euro gekostet hat. Jetzt hat der Gemeinderat beschlossen, den Platz einzuzäunen, was auch rund 10.000 Euro kosten wird, aber das Problem lösen soll. „Der Platz wird weiter für Hobbyspieler zugänglich sein. Wer spielen will, muss sich den Schlüssel holen und dafür unterschreiben“, kündigt Pfaffe-neder an. Im Sommer soll der Zaun errichtet werden.

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