Hühnerstall an der LFS Gießhübl ist in Betrieb. Die ersten Küken für den neuen Geflügelmaststall sind in der Vorwoche an der Landwirtschaftlichen Fachschule Gießhübl eingetroffen. Mit zweimonatiger Verspätung.

Von Heribert Hudler. Erstellt am 20. Mai 2020 (03:23)
Bei der Erstbestückung von Küken: Schüler mit Nutztierhaltungs-Lehrerin Christina Innerhuber.
Heribert Hudler

Um die junge Bauerngeneration mit der verantwortungsvollen Aufgabe der Hühnerhaltung vertraut zu machen, wurde an der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Gießhübl der neu erbaute Hühnerstall erstmals in Betrieb genommen. Am vergangenen Donnerstag, 14. Mai, sind die ersten Küken in den neuen Geflügelmaststall des Mostviertler Bildungshofes eingezogen. Dies mit zwei Monaten Verzögerung.

„Die Erstbestückung mit Küken in unserem neu erbauten Geflügelmaststall wäre für 18. März geplant gewesen. Durch die Corona-Pandemie hat es sich allerdings verzögert“, sagte Direktor Gerhard Altrichter. Der Stall bietet mit 210 Quadratmetern Platz für 3.500 Masthühner oder 850 Puten, die zeitversetzt gemästet werden.

Das Land Niederösterreich investierte rund 550.000 Euro in den Bau des zeitgemäßen Geflügelstalls, damit die Schüler die artgerechte Haltung von Masthühnern und Puten in der Praxis erlernen können. Direktor Altrichter betonte, dass man sich an der Fachschule schon länger mit der Geflügelmast beschäftige.

Geflügelmast als Wirtschaftszweig

Der Bildungshof ist übrigens das einzige Ausbildungszentrum in Niederösterreich, in dem Facharbeiter- und Meisterkurse zur Geflügelwirtschaft stattfinden. Die Geflügelmast ist im Bezirk ein starker Wirtschaftszweig. Zwei Millionen Hühner und 85.000 Puten werden hier gemästet. Zudem gibt es 750.000 Plätze für Legehennen.

Während auch die Bauarbeiten beim Wirtschaftshof wieder aufgenommen werden, liefen in den letzten Monaten schon die Vorbereitungen für das nächste Bauprojekt des Bildungshofs. „Es gab eine intensive Planungstätigkeit für den neuen Turnsaal und das Internat. Im kommenden Jahr soll eigentlich mit den Arbeiten begonnen werden“, berichtet Altrichter. Ob der Zeitplan gehalten werden kann, hängt von den finanziellen Auswirkungen der Coronakrise auf das Land ab.