„i Bin Mehr Wert“: Plattform für soziale Fairness. Mit diesem Slogan tritt Aktionsforum dem Abbau des sozialen Auffangnetzes entgegen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 19. September 2018 (05:57)
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Setzen sich für eine Gesellschaft ein, in der Menschenwürde und soziale Fairness gelebt wird: Uschi Kromoser-Schrammel, Christian Köstler, Sonja Mille, Maria Reichartzeder, Klaus Felgitsch und Martin Kitzler.
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Sorgen um die Menschenwürde und die soziale Fairness im Land macht sich eine Gruppe von Menschen aus Amstetten. „Die geplanten Veränderungen und Reduzierungen beim letzten sozialen Auffangnetz, der bedarfsorientierten Mindestsicherung, die Einsparungen beim Arbeitsmarktservice und die angekündigte Abschaffung der Notstandshilfe führen unweigerlich zu einer Verschärfung der Situation von Armutsbetroffenen“, sagt Klaus Felgitsch. Er hat sich mit fünf anderen zum „Aktionsforum Mehrwert“ zusammengeschlossen.

„Bei uns ist in den letzten Monaten in der politischen Diskussion ein Gefühl der Ohnmacht entstanden. Dem wollen wir entgegenwirken und mit unserem Aktionsforum den Diskurs bereichern und vor allem auch soziale Standpunkte einbringen“, erklärt Maria Reichartzeder. Für Christian Köstler ist es höchst an der Zeit ein Zeichen zu setzen und die Zivilgesellschaft aufzurütteln. „Derzeit wird gerade im Sozialbereich so viel Negatives behauptet. Aber dadurch, dass es ständig wiederholt wird, wird es nicht wahrer. Wir wollen dem jetzt Stimmung und Meinung im positiven Sinne entgegensetzen.“

Die Gruppe hat auch schon ein Manifest erstellt, dass ihre Grundsätze und Ziele zusammenfasst und von Sympathisanten natürlich auch unterschrieben werden kann (https://aktionsforummehrwert.wordpress.com). „Wir haben auch schon erste positive Rückmeldungen bekommen, und laden alle Bürger und Bürgerinnen ein, unsere Anliegen zu unterstützen“, sagt Uschi Kromoser-Schrammel.

Mittelfristig will die Gruppe auch mit Aktionen an die Öffentlichkeit treten, um ihr Anliegen noch sichtbarer zu machen. Der Slogan der Gruppe heißt übrigens: „I bin mehr wert“. „Jeder Mensch ist gleich viel wert und es darf keine Abwertung aus den unterschiedlichsten Gründen geben“, sagt Köstler.