Immer mehr Pendler. Amstetten: Die Menschen werden mobiler. Mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer pendelt in einen anderen Bezirk aus.

Von Peter Führer. Erstellt am 01. März 2020 (03:45)
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Neuerlich gibt es eine Steigerung bei den Pendlerzahlen. Niederösterreichweit arbeiten und wohnen nur mehr 21 Prozent in derselben Gemeinde. Mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer pendelt nicht nur in eine andere Gemeinde, sondern in einen anderen Bezirk aus. Der Anteil der Menschen, die ihre Gemeinde auf dem Weg zur Arbeit verlassen muss, nahm in den letzten 30 Jahren kontinuierlich zu.

„Ein Riesenteil der Auspendler arbeitet in Oberösterreich.“AK-Bezirksstellenleiter Robert Schuster

Derzeit gibt es im Bezirk – inklusive Statutarstadt Waidhofen/Ybbs – eine Arbeitsbevölkerung von 42.742 Personen. Diese Zahl wuchs von 2014 bis 2019 laut einer Untersuchung der Arbeiterkammer um 7,9 Prozent. Die Zahl der Auspendler stieg im selben Zeitraum um 16,9 Prozent, jene der Einpendler um 19,4 Prozent. Insgesamt ist das Wachstum bei den wohnhaft-Beschäftigten und bei den Auspendlern stärker, bei der Arbeitsbevölkerung und bei den Einspendlern schwächer als im NÖ-Durchschnitt. Auspendler gibt es 18.170 (Stand 2019), Einpendler 11.686. Das Pendlersaldo ist somit negativ (-6.484 Personen).

Das bedeutet, dass mehr Menschen für die Fahrt zur Arbeitsstätte den Bezirk verlassen, als von einem anderen Bezirk einpendeln. „Ein Riesenteil der Auspendler, nämlich zwei Drittel, arbeitet in Oberösterreich. Dort ist das Medianeinkommen höher als in Niederösterreich. Vor allem die Nähe zu Steyr und Linz macht das Pendeln für viele aus dem Bezirk attraktiv. Dort werden gute Löhne gezahlt“, weiß Robert Schuster, Leiter der Bezirksstelle der Arbeiterkammer. Weitere Ziele sind übrigens die Bezirke St. Pölten (7,5 Prozent), Scheibbs (6,1 Prozent) und Wien (6,7 Prozent der Auspendler).