Erstellt am 22. Juni 2015, 08:52

von Hermann Knapp

Kampf gegen die Raser. Geschwindigkeitsmessungen im Ortsteil Eisenreichdornach zeigten deutlich: Viele Lenker sind zu schnell unterwegs. Scharfe Kontrollen sollen helfen.

Die Ortsteilvertreter der Volkspartei Amstetten Karl Schuller, Josef Eblinger, Gemeinderat Hans Ebner und Gemeinderat Markus Brandstetter sagen der Raserei in Eisenreichdornach den Kampf an. Foto: ÖVP  |  NOEN, ÖVP
Anrainer aus Eisenreichdornach haben sich über Autofahrer beklagt, die viel zu schnell durch den Ortsteil rasen.

„Wir haben daraufhin eine Geschwindigkeitsmessung im Bereich Preinsbacher Straße/ Ortseinfahrt Eisenreichdornach (Höhe Burgkogelstraße) veranlasst. Und das Ergebnis war erschreckend“, sagt VP-Gemeinderat Markus Brandstetter.

32.315 Geschwindigkeitsüberschreitungen gemessen

Tatsächlich steigen die Autolenker dort viel zu sehr aufs Gas. Es wurden Spitzengeschwindigkeiten von 104 km/h stadtauswärts und 107 km/h stadteinwärts gemessen. „85 Prozent der erfassten Autos waren mit durchschnittlich 72 km/h stadtauswärts und 65 km/h stadteinwärts unterwegs, also definitiv zu schnell“, sagt Brandstetter.

Eine Woche lang wurde gemessen und dabei wurden insgesamt 32.315 Geschwindigkeitsüberschreitungen mit mehr als 20 km/h registriert. Besonders erschütternd sei, so der VP-Politiker, dass die höchsten Geschwindigkeiten mitten am Tag gemessen worden seien.

„Maßnahmen um Autofahrer zu sensibilisieren“

Brandstetter stellte im Verkehrsausschuss der Gemeinde den Antrag, das Bezirkspolizeikommando um scharfe Kontrollen in Eisenreichdornach zu bitten.

„Das allein wird aber wohl nicht genügen. Wir müssen auch über Maßnahmen beraten, um die Autofahrer zu sensibilisieren. Ihnen muss klar gemacht werden, dass sie die Anrainer und vor allem Kinder gefährden“, sagt der VP-Politiker. Sozusagen als Sofortmaßnahme hat die ÖVP ein Transparent am Ortsanfang aufgestellt.

Brandstetter ist sich sicher, dass Eisenreichdornach kein Einzelfall ist, sondern dass auch in anderen Bereichen der Stadt zu schnell gefahren wird. „Wir werden auch künftig auf diese Problematik aufmerksam machen. Wo es möglich und sinnvoll ist, sollte man auch bauliche Maßnahmen auf den Straßen in Betracht ziehen, um die Raser einzubremsen.“

SP-Verkehrssprecher Bernhard Wagner ist zuversichtlich, dass sich das Problem in Eisenreichdornach durch Kontrollen in den Griff bekommen lässt. „Wir werden auch die Stadtpolizei entsprechend anweisen.“