„Kidsnest“ feierte Jubiläum

Das Kinderschutzzentrum „Kidsnest“ feierte sein 20-jähriges Bestehen und 110 Jahre Kinderfreunde Niederösterreich.

Margit Brückner Erstellt am 23. September 2021 | 06:39
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Die Gemeinderätinnen Gisela Zipfinger, Birgit Hornes und Regina Öllinger, Vizebürgermeister Gerhard Riegler, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, Jugendstadträtin Elisabeth Asanger, Vizebürgermeister Markus Brandstetter und Bürgermeister Christian Haberhauer gratulieren Leiterin Theresia Ruß (3. von rechts) zum 20-Jahr-Jubiläum des Kinderschutzzentrums.
Foto: NOEN

„In der kleinen Welt, in der Kinder leben, gibt es nichts, das so deutlich von ihnen erkannt und gefühlt wird, wie Ungerechtigkeit.“ Mit diesem Zitat von Charles Dickens begann am Donnerstag der Vorwoche eine emotionale Veranstaltung in der Johann-Pölz-Halle. „20 Jahre ist es nun aus, dass wir das Kinder schutzzentrum in Amstetten gegründet haben. Es hat sich in den letzten Jahren als wichtige Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und deren Familien etabliert. Da wir stetig wachsen, sind wir vor allem über die neuen Räumlichkeiten in der Anzen gruberstraße froh“, erklärte die Leiterin des Kinderschutzzentrums, Theresia Ruß. Seit der Gründung im Jahre 2001 wurden über 8.000 Klienten betreut und die Anzahl von 50 Familien pro Jahr steigt stetig. Das Kinderschutzzentrum ist die Anlaufstelle bei sexueller, physischer und psychischer Gewalt. Zudem werden Kinder und Jugendliche in psychosozialer und juristischer Prozessbegleitung unterstützt. Cyberkriminalität, Cybermobbing und Grooming sind weitere Themen, mit denen sich die Mitarbeiter von „Kidsnest“ auseinandersetzen müssen. „Die Nachfrage nach einer Beratung ist so groß, dass die fatale Frage aufkommt, wie lange die Begleitung stattfinden kann“, betont die Leiterin der Fachstelle für Prozessbegleitung Barbara Neudecker. Das Kinderschutzzentrum tritt für eine gewaltfreie Erziehung, vorbeugender Schutz vor Missbrauch und Hilfe und Unterstützung für Gewaltopfer ein.

Als Dankeschön für das großartige Engagement wurde Theresia Ruß der Hermine-Weinreb-Preis überreicht.