Lernpaten werden dringend gesucht

30 Kinder auf Warteliste: Integrationsprojekt LEILA braucht Freiwillige, die Schüler nichtdeutscher Muttersprache helfen.

Erstellt am 08. Oktober 2020 | 06:21
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Monika Distelberger bittet Menschen, die Kinder beim Lernen unterstützen wollen, sich zu melden.
Foto: Doris-Schleifer-Höderl

„Corona macht die Suche nach Lernpaten alles andere als einfach“, sagt Monika Distelberger. „War es schon davor nicht immer leicht, Mitmenschen für diese ehrenamtliche Tätigkeit zu gewinnen, hat die Pandemie die Situation noch verschärft.“

Seit dem Jahr 2014 ermöglicht der Verein LEILA (Lernen Engagiert International Lernpaten Amstetten) in Zusammenarbeit mit der Pfarre Herz Jesu Flüchtlingskindern und Kindern mit nicht-deutscher Muttersprache eine Lernpatenschaft. 100 Lernpaten haben sich bis dato mit 140 Kindern einmal pro Woche getroffen, um sie bei der Bewältigung der schulischen Herausforderungen sowie beim Erlernen der deutschen Sprache zu unterstützen. Doch durch Corona hat sich einiges geändert. „Es war und ist schlimm! Im Lockdown mussten wir die Treffen einstellen. Zwar ist einiges über Whats App gegangen, aber nicht jedes Kind besitzt ein Handy oder einen PC. Erst seit Ende Mai sind persönliche Treffen wieder möglich. Wir halten auch alle Corona-Maßnahmen strikt ein und Lernen ist auch mit Abstand möglich. Zudem stellen wir Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel zur Verfügung“, sagt Distelberger.

Derzeit betreuen 27 Lernpaten im Don-Bosco-Heim der Pfarre Herz Jesu 35 Kinder. 30 Kinder hat LEILA-Initiatorin und Elterncoach Monika Distelberger jedoch mittlerweile auf der Warteliste stehen und sucht daher dringend nach engagierten Mitmenschen, die eine Lernpatenschaft übernehmen. „Für die Kinder ist die Lernhilfe wichtiger denn je. Sie haben durch die Schulschließungen im Frühjahr vieles aufzuholen. Einige Paten haben auch deshalb mit den Kindern während der Sommerferien gelernt. Doch jetzt hat ein neues Schuljahr begonnen und die Verunsicherung, wie es mit Corona weitergeht, ist groß. Ich bekomme laufend Anfragen von Eltern, die dringend Lernhilfe für ihren Nachwuchs benötigen würden – allein uns fehlen die Lernpaten dazu. Ich bitte daher die NÖN-Leserinnen und -Leser sich bei uns zu melden, wenn sie sich als Lernpaten einbringen möchten. Geben wir den Kindern doch eine Chance!“

Der Gemeinderat hat kürzlich übrigens beschlossen, den Verein mit einer Subvention von 2.500 Euro zu unterstützen.