Müllentsorgung sorgt für Aufregung: „Gestank und Maden“

Amstettner Bürgerlistenaktivist Norbert Kunz ortet Unmut in Bevölkerung und fordert kürzere Abholzyklen. gda weist darauf hin, dass raschere Entleerung nur bestellt werden muss.

Erstellt am 07. Oktober 2020 | 06:07
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7946887_ams41amskunz.jpg
Bürgerlisten-Aktivist Norbert Kunz fordert mehr Müllabfuhrtermine im Sommer. Beim gda verweist man darauf, dass es bereits möglich ist, seinen Abfall in kürzeren Abständen entsorgen zu lassen.
Foto: privat

„Im Laufe des Sommers haben wir immer wieder Beschwerden von Bürgern bezüglich Müllentsorgung gehört. Die Leute beklagen sich vor allem über den Gestank des Biomülls und auch der Gelben Säcke, wo manchmal sogar Maden herumkriechen“, sagt Norbert Kunz von der Bürgerliste „Für Amstetten“. Vor allem im Juli und August komme es auch immer wieder vor, dass Leute, die auf Urlaub fahren, ihre gelben Säcke schon Wochen, bevor diese abgeholt würden, vor das Haus stellten. Er selbst habe, so Kunz, in einer Siedlung 13 Müllsäcke stehen sehen, die in der prallen Sonne auch eine enorme Geruchsbelästigung entwickelten. Aber auch die Biomülltonnen verbreiteten oft Gestank. Und dagegen könnte man, so Kunz, durchaus etwas unternehmen. „Ich habe mich bei einigen Gemeinden in Oberösterreich erkundigt, zum Beispiel in Mondsee oder in St. Gilgen. „Dort wird in den Monaten April bis September der Biomüll wöchentlich abgeholt. Zudem sind die Müllwagen mit einer Anlage ausgestattet, die die Tonnen reinigt und desinfiziert.“ Das müsse doch, so Kunz, auch im Bezirk Amstetten möglich sein.

Ist es auch – wie man seitens des gda (Gemeindedienstleistungsverbandes) erklärt: „Man kann den Restmüll statt monatlich alle 14 Tage (Preis mal 2) oder wöchentlich (Preis mal 4) abholen lassen und den Biomüll statt vierzehntägig wöchentlich (Preis mal 2)“, sagt der Geschäftsführer des Verbands, Wolfgang Lindorfer. Die Geruchsbelästigung beim Biomüll führt er in den „überwiegenden Fällen auf eine falsche Handhabung zurück. Um das zu verhindern, gelte es, „keine Flüssigkeiten und keine Fleischreste in die Tonne zu werfen und diese an einem schattigen Platz aufzustellen.“ Der Verband bietet auch an, die Tonnen durch ein Reinigungsfahrzeug ausspülen zu lassen. Anruf genügt.

Bezüglich der Gelben Säcke verweist der Verband an die Reclay UFH GmbH, die für diese Form der Sammlung zuständig ist. Dort erklärt man, dass mit Einführung der Gelben Säcke die Zahl der Fehlwürfe deutlich gesunken sei. „Unser Ziel ist es, möglichst viel Plastikabfall zu recyceln und dem kommen wir immer näher. Wenn die Verpackungen restentleert im Gelben Sack entsorgt werden, gibt es auch keine Lebensmittelreste, in die Fliegen ihre Eier ablegen und somit auch keine Maden“, heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens.

Umfrage beendet

  • Sollen Biomüll und die gelben Säcke öfter abgeholt werden?