Nach Schießerei: U-Haft über Verdächtigen verhängt. Nach einer Schussabgabe mit einem Schwerverletzten in Amstetten hat das Landesgericht St. Pölten am Montag über den 42 Jahre alten Verdächtigen die Untersuchungshaft verhängt.

Von Redaktion, APA. Update am 25. Februar 2019 (14:25)
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Die Frist läuft bis zum 11. März, teilte Leopold Bien, der Sprecher der Staatsanwaltschaft, auf Anfrage mit. Gegen den Beschuldigten wird wegen versuchten Mordes, Körperverletzung sowie nach dem Waffengesetz ermittelt.

Der 42-Jährige wurde am Sonntag in die Justizanstalt St. Pölten gebracht. Bei der Einvernahme hatte der Kosovare gesagt, bei der Schussabgabe in Notwehr gehandelt zu haben. "Wir gehen nicht von einer Notwehrsituation aus", hielt Bien dazu fest. Die genauen Tatumstände seien allerdings noch abzuklären - auch hinsichtlich der verwendeten Pistole, für die der Beschuldigte kein waffenrechtliches Dokument besessen haben soll.

Der Verdächtige soll einem 41-jährigen Rumänen am Samstagnachmittag bei einem Streit im Garten eines Wohnhauses in den Bauch geschossen haben. Der Schwerverletzte wurde in das Krankenhaus Amstetten eingeliefert. Dort wurde er nach Angaben der NÖ Landeskliniken-Holding am Montag weiterhin intensivmedizinisch betreut.

Ein 25-jähriger Rumäne soll vom Beschuldigten kurz vor der Schussabgabe im Stiegenhaus des Gebäudes am Hals verletzt worden sein. Der Mann hatte oberflächliche Abschürfungen erlitten, wurde ins Spital gebracht und noch am Samstag entlassen.