Neue und bessere Verbindungen auf der Westbahnstrecke. Neuer Fahrplan für Öffis wurde in Amstetten präsentiert: Er soll Pendlern Verbesserungen bringen.

Von Elisabeth Leichtfried. Erstellt am 04. Dezember 2019 (06:30)
Bernhard Zehetgruber (Mobilitätsmanagement Mostviertel), Manfred Bernhard (ÖBB), Karin Schildberger (VOR) und Christoph Kasparovsky (VOR) präsentierten die neuen Angebote.
Leichtfried

Mit Fahrplanwechsel im Dezember gibt es auf der Westbahnstrecke und bei der Rudolfsbahn neue und bessere Verbindungen. Diese wurden in der Vorwoche beim Infoabend des Mobilitätsmanagements Mostviertel präsentiert.

So kommt man mit dem neuen Cityjetexpress (CJX, bisher bekannt als REX+) nun öfter und schneller zum Wiener Westbahnhof: Er wird zur Hauptverkehrszeit am Nachmittag zukünftig im Halbstundentakt verkehren, nicht mehr wie bisher stündlich. Bei diesen zusätzlichen Zügen verringert sich die Dauer der Zugfahrt, weil in St. Pölten nur ein kurzer Zwischenstopp eingelegt wird. Abends kann man künftig noch länger zwischen Wien und Amstetten verkehren und in der Früh wird es von den Haltestellen zwischen Amstetten und St. Pölten mehr Direktverbindungen nach Wien geben.

Zwischen St. Valentin und Amstetten gibt es Zugverbindungen im Stundentakt, es wurden Taktlückenschlüsse am Wochenende und im Abendverkehr vorgenommen. Im Frühverkehr wird durch einen zusätzlichen Zug zur Morgenhauptverkehrszeit zwischen St. Valentin und Amstetten bzw. Wien ebenfalls ein durchgehender Halbstundentakt möglich. Abends gibt es stündlich Züge zwischen Amstetten und St. Valentin in beiden Richtungen. Außerdem kommt man mit einem täglichen Spätzug noch später von Amstetten nach St. Valentin.

Gemeindevertreter nicht ganz zufrieden

Die Neuerungen auf der Westbahnstrecke empfinden die Gemeindeverantwortlichen bei der Info-Veranstaltung begrüßenswert, aber es gebe durchaus Nachholbedarf bei den Verbindungen von Amstetten nach Linz. „Für viele Berufspendler, besonders aus dem Gesundheitsbereich, gibt es keine attraktiven Anschlüsse zu den Randzeiten, vor allem am Morgen“, kritisierte etwa Gemeinderat Christian Zehethofer aus Ardagger.

Seit Schulbeginn 2019 fahren 53 VOR-Regionalbuslinien Mostviertel Zentralraum Süd, darunter fällt auch Amstetten Ost und Süd. „Den Anfangsproblemen ist bereits Rechnung getragen worden“, erklärte Karin Schildberger von VOR. So wurden etwa Fahrpläne zur Sicherheit der Kinder an den Haltestellen in Amstetten angepasst und Linien zugunsten von Berufspendlern in Kematen geändert und verlängert. Ebenso wurden die Fahrzeiten der Linie 660 zum Bahnhof in Amstetten aufgrund laufender Verspätungen angepasst.

Mit den Linien 660 und 665 gibt es jetzt jahrelang gewünschte Direktverbindungen im Zweistundentakt aus dem Bezirk Scheibbs nach Amstetten (über Euratsfeld). Neu ist auch das Angebot von mehr Buslinien durch das Ybbstal und Schnellbusse über die Kripp (mit Linie 641 ab Opponitz, Anschluss auch über Hollenstein). Für 2022 ist Regionalbuslinien Ausschreibung St. Valentin (Amstetten West und Nord) geplant.