Franz Redl bedankte sich nach Herzinfarkt bei Lebensrettern

Erstellt am 29. Dezember 2021 | 05:12
Lesezeit: 3 Min
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Über den guten Ausgang freuen sich Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, Nina Dietrich, Sohn Raphael (3), Franz Redl, Manuel Schartmüller, Notruf NÖ-Geschäftsführer Christof Constantin Chwojka, Isabella Mitteregger sowie Petra Brandstetter mit Sohn Sebastian (7 Monate).
Foto: Führer
Franz Redl (34) erlitt während der Arbeit einen Herzinfarkt. Kollege Manuel Schartmüller reanimierte ihn – mit Unterstützung durch Notruf NÖ. Nun kam es zum Treffen der Lebensretter.
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Dramatische Szenen ereigneten sich am Dienstag, 30. November, bei der Volvo-Lkw-Werkstätte Wagner im Betriebsgebiet Nord. Der 34-jährige Mechaniker Franz Redl aus Neustadtl klagte um 17.30 Uhr plötzlich über Schmerzen in der Brust und Atemlosigkeit. „Ich bin zusammengebrochen und kann mich von da an an nichts mehr erinnern. Erst am Sonntag bin ich wieder so richtig zu mir gekommen“, erinnert sich Redl zurück. Arbeitskollege Manuel Schartmüller reagierte schnell und alarmierte sofort den Rettungsnotruf 144. „Es ging alles ganz schnell und wir waren natürlich sehr aufgeregt und nervös“, schildert Schartmüller den Vorfall.

Am anderen Ende der Leitung nahm Notrufexpertin Nina Dietrich das Gespräch entgegen. Es war schnell klar, dass es sich um einen Herzkreislaufstillstand handelte. Nina Dietrich leitete via Telefon sofort die Wiederbelebungsmaßnahmen an, die Arbeitskollegen führten bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte die Reanimation durch.

Innerhalb weniger Minuten waren ein Notarzt- und Rettungswagenteam vom Roten Kreuz Amstetten am Notfallort. Nach der medizinischen Erstversorgung wurde Redl in das Landesklinikum Amstetten und in weiterer Folge in das Universitätsklinikum St. Pölten transportiert. Nach zwei Wochen auf der Intensivstation konnte er aber zum Glück das Krankenhaus wieder verlassen.

„Das ist das wohl schönste Weihnachtsgeschenk“

Vergangenen Donnerstag kam es bei der Volvo-Werkstätte Wagner zum Treffen der Lebensretter. „Mir geht es zur Zeit wieder ganz gut und ich bedanke mich bei allen Beteiligten sehr herzlich dafür, dass sie so toll reagiert haben und mir das wohl schönste Weihnachtsgeschenk bereitet haben, denn ich kann mit meiner Familie in unserem neuen Haus zusammen Weihnachten feiern“, unterstrich Franz Redl beim Zusammentreffen mit seinen Rettern. „Die gute Ausbildung unserer Mitarbeiter, das moderne Einsatzleitsystem und unser international standardisiertes Notrufanleitungssystem sind wieder ein Beweis dafür, dass jeder, der den Notruf 144 wählt, ein Leben retten kann. Ich bin sehr stolz auf mein Team“, freut sich auch Notruf-NÖ-CEO Christof Constantin Chwojka über den guten Ausgang.

Auch Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig dankte allen Rettern und freut sich, dass Franz Redl heuer wieder zusammen mit seiner Familie Weihnachten feiern kann. „Das verdankt er seinen drei Schutzengeln, die auch zu seinen Lebensrettern wurden, sowie einem perfekt funktionierenden Rettungswesen in Niederösterreich“, sagte sie.

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