„nextbike“ startet durch. Stadt errichtet mit eNu sechs zusätzliche Stationen für Leihräder in Amstetten und den Ortsteilen. Man hofft, dass die Bikes künftig wesentlich stärker frequentiert werden.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 29. Januar 2019 (05:52)
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Solche nextbike-Stationen soll es ab März auch an sieben Standorten in Amstetten und den Ortsteilen geben. Sie sollen ein Angebot sein, auf das Auto zu verzichten.
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Die Stadt hat sich entschlossen die „nextbike-Aktion“ auszuweiten. Bislang gibt es ja nur eine Station mit zwei Rädern beim Bahnhof. Wer sich ein Bike ausleiht, muss es also auch wieder dorthin zurückbringen. „Das war sicher mit ein Grund, warum die Räder nur wenig genutzt wurden. Künftig wird es mehr Stationen geben. Wir hoffen sehr, dass die nextbike-Aktion dann besser angenommen wird und manche Autofahrt dadurch entfällt“, sagt die Obfrau des Verkehrsausschusses, Stadträtin Brigitte Kashofer (FP).

Insgesamt wird es sieben Stationen geben, die die Stadt in Absprache mit der Energie- und Umweltagentur des Landes (eNu), die ja die Aktion betreut, festgelegt hat.

Einig war man sich von vornherein über folgende vier Standorte: Bahnhof, Landesberufsschule, Landesklinikum und Hauptplatz. Eine geplante Haltestelle am Allersdorfer Platz wurde auf Anraten der eNu ins Einkaufszentrum West verlegt, eine geplante Haltestelle am Ortsplatz Mauer zur ÖBB-Haltestelle Mauer. Eine 7. Station wird von der eNu testweise am Gelände des Landesklinikums Mauer für ein Jahr an die Stadt vermietet. Ab März werden an allen Stationen je vier Räder zur Verfügung stehen.

„Als Ortsvorsteher freut es mich natürlich besonders, dass es in Mauer und Greinsfurth künftig drei Stationen gibt. Wichtig finde ich vor allem, dass wir eine Verbindung vom Bahnhof zum Landesklinikum geschaffen haben, denn damit bieten wir den Besuchern und den Bediensteten eine umweltschonende Alternative zum Auto“, sagt Ortsvorsteher Bernhard Wagner (SP).

Sarah Huber von den Grünen ist überzeugt, dass das nextbike-System durch die zusätzlichen Stationen sicher wesentlich besser angenommen werden wird als bisher. „Es hat sich ja in anderen Städten auch schon bewährt. Bei einer entsprechenden Frequenz wird es in Amstetten sicherlich in Zukunft noch weitere Stationen geben.“

Sehr positiv sieht ÖVP-Mobilitätssprecher Markus Brandstetter das neue Bike-Radleihsystem. „Uns war es wichtig, die Pendler und die Berufsschüler in den Mittelpunkt der Überlegungen zu stellen. Das ist geschehen. Es waren sehr konstruktive Gespräche mit den Kollegen der anderen Fraktionen und den Mobilitätsexperten. Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.“

Einig sind sich alle Fraktionen auch darüber, dass nun intensiv Werbung für das nextbike gemacht werden. Die Mitglieder des Verkehrsausschusses planen dafür unter anderem eine gemeinsame Ausfahrt, um die Bürger auf die Leihräder hinzuweisen.