ÖBB: Neues Zufahrtssystem für Parkhäuser

Erstellt am 16. März 2022 | 05:02
Lesezeit: 4 Min
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ÖVP-Vizebürgermeister Markus Brandstetter im Parkhaus am Bahnhof. Gespräche mit der ÖBB über das neue Zufahrtssystem laufen.
Foto: ÖVP
St. Valentiner Pilotversuch wird auf weitere Anlagen ausgerollt. Stadt Amstetten arbeitet an umfassendem Verkehrssystem.
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Die ÖBB sind dabei, das Pilotprojekt für das Zufahrtssystem bei der Parkanlage in St. Valentin, das dort seit April des Vorjahres gut läuft, auf andere Bahnhöfe im Land auszurollen. Mit Schulbeginn im September soll es, laut Auskunft der ÖBB, auch in Amstetten und Melk so weit sein. Bei der Einfahrt in die Parkhäuser wird dann das Kennzeichen mittels eines Erkennungssystems gescannt, bei der Ausfahrt muss der Lenker ein gültiges Ticket des benutzten öffentlichen Verkehrsmittels vor den Scanner halten. Passiert dies nicht, droht eine Verwaltungsstrafe von 50 Euro.

Beim Parkdeck am Bahnhof wird die Umsetzung kein Problem sein, beim Parkdeck in der Eggersdorfer Straße wird das schon schwieriger, denn dort sind nur etwa die Hälfte der Parkplätze für Pendler reserviert. Dort braucht es also eine differenziertere Variante.

Für den zuständigen Vizebürgermeister Markus Brandstetter ist daher noch vieles in der Schwebe. „Wir haben bislang noch keinen genauen Zeitplan bekommen. Es gibt aber einen Gesprächstermin, bei dem wir über die Parkraumaufteilung im Parkhaus Eggersdorf sprechen werden und auch über die anfallenden Kosten für das neue System“, sagt der ÖVP-Politiker.

Insgesamt stehen in den beiden Parkhäusern rund 1.020 Parkplätze zur Verfügung. Bei einer Kennzeichenerhebung hat sich gezeigt, dass die Abstellplätze überwiegend von Pendlern genutzt werden, wobei etwa ein Drittel davon aus der Großgemeinde Amstetten kommt. „Es fahren aber zum Beispiel auch viele Anrainer der Parksiedlung und vom Krautberg mit dem Auto zum Bahnhof, statt mit dem CityBus. Das zeigt, dass wir auf die erste und letzte Meile des Berufswegs bisher zu wenig Augenmerk gelegt haben. Das muss bei der Überarbeitung des CityBus-Konzeptes miteinfließen“, sagt Brandstetter.

Neue Nextbike-Stationen sind geplant

Gerade angesichts der rapide steigendenden Spritpreise hält er es auch für dringend notwendig, die Rudolfsbahn qualitativ auszubauen, und sieht da bei Bahnhöfen an der Strecke Handlungsbedarf in Sachen Barrierefreiheit, Parken vor Ort, aber auch bei der Qualität der Bahnsteige. Da seien aber natürlich vor allem die ÖBB und das Land am Zug. „Tatsache ist, wenn der Treibstoff längerfristig über zwei Euro pro Liter kostet, dann werden viele Menschen auf den öffentlichen Verkehr angewiesen sein“, vermutet der Vizebürgermeister.

In Amstetten peilt Brandstetter ein Gesamtkonzept für den Verkehr an, das CityBus, CityAst und auch alternative Mobilitätsformen umfasst, wie Carsharingmodelle oder zum Beispiel Next-Bikes. Da ist übrigens geplant, eine zusätzliche Station südlich des Bahnhofes beim Parkplatz (nahe des Wasserturms) zu errichten und auch beim Bahnhof in Hausmening, damit zum Beispiel Bedienstete des Landesklinikums Mauer von dort aus ohne Auto ihren Arbeitsplatz erreichen können. „Natürlich versuchen wir insgesamt, die Rad-Infrastruktur in der Gemeinde Amstetten, aber auch in der gesamten Region zu stärken. Wir müssen da künftig noch mehr zusammenhängend und vernetzt denken.“

In der zurzeit laufenden Amstettner Stadterneuerung werden auch Themen behandelt, wie die Schaffung attraktiver Fußwege in der Innenstadt und die Neugestaltung des Hauptplatzes. „Im Rahmen dieses Projekts ist auch die Installierung eines Parkleitsystems im Fokus. Wir wollen das bestmögliche und kostengünstigste System für Amstetten ermitteln, um innerstädtischen Verkehr zu reduzieren und Parkplatzsuchende rasch zu ihrem Abstellplatz zu bringen“, sagt Brandstetter. Man habe sich seit 2018 immer wieder Modelle angeschaut. „Wir sind dran, aber es geht eben nicht alles von jetzt auf gleich. Die Kosten für ein Leitsystem sind natürlich beträchtlich, aber wir halten diese Investition für notwendig.“

Grundsätzlich sind die Parkplätze in der Innenstadt gut ausgelastet. Besonders die beschrankten Anlagen rund um das Zentrum werden gerne angenommen. „Die erste Stunde ist auf diesen Parkplätzen (Mantzosparkplatz, Alte Zeile, Wagmeisterstraße und bei der Sparkassenpassage im Graben) kostenlos“, gibt der Vizebürgermeister die Empfehlung, das auszunutzen. Bei den gebührenpflichtigen Kurzparkzonen hat sich die Stadt mit der Firma Parkster einen neuen Partner für das Handyparken an Bord geholt, da das alte System nicht einmal von einem Prozent der Nutzer verwendet wurde. Durch die Parkster-App wird nicht mehr am Automaten bezahlt, sondern bargeldlos ohne Zusatzkosten.

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