Rechnungsabschluss 2021: Eine enorme Differenz

Erstellt am 07. April 2022 | 03:30
Lesezeit: 3 Min
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Finanzstadtrat Heinz Ettlinger. 
Foto: Knapp
Amstetten: Aus geschätztem Minus von 800.000 Euro wurde ein Plus von 8,8 Millionen Euro.
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„Wir hatten aufgrund der Pandemie ein bewegtes Jahr mit vielen Unsicherheiten. Umso mehr freut es mich und bin ich stolz darauf, das außerordentlich erfreuliche Ergebnis des Rechnungsabschlusses präsentieren zu dürfen. Vorsichtige Planung gepaart mit unternehmerischem Geschick waren die Fundamente dafür“, jubelte Finanzstadtrat Heinz Ettlinger am Mittwoch der Vorwoche im Gemeinderat.

Tatsächlich kann sich das Ergebnis sehen lassen, hat die Stadt doch unter dem Strich ein verfügbares Haushaltspotenzial von rund acht Millionen Euro erwirtschaftet. „Alle Finanzkennzahlen der Stadt Amstetten sind im grünen Bereich und wir haben bewiesen, dass wir auch in bewegten Zeiten das Steuer fest im Griff haben“, betonte Ettlinger. Im November 2021 sah es allerdings noch nicht so rosig aus, denn beim Nachtragsvoranschlag wurde beim verfügbaren Haushaltspotenzial noch ein Minus von 800.000 Euro prognostiziert.

„Wir hatten aufgrund der Pandemie ein bewegtes Jahr mit vielen Unsicherheiten"

Diese Diskrepanz kommt SPÖ-Gemeinderat Franz Dangl sehr merkwürdig vor. „Der Abschluss ist tatsächlich sehr erfreulich, aber der Sprung vom Nachtragsvoranschlag mit einem Minus von 800.000 Euro auf jetzt plus 8,8 Millionen Euro ist eklatant. Man stelle sich vor, das wäre in die andere Richtung gegangen, dann wären wir jetzt bankrott.“

Für Dangl hat die Sache auch eine politische Komponente. Denn dass man im November noch nicht habe abschätzen können, wie das Ergebnis im Dezember aussehen werde, ist für ihn nicht glaubwürdig. „Aber wenn wir bei der Budgeterstellung für 2022 schon gewusst hätten, wie sich die Finanzen entwickeln, hätten wir manche Entscheidung anders treffen können. Allein mit dieser Differenz könnten wir uns beim Bad eine Sauna locker leisten.“

Ettlinger erklärte das bessere Ergebnis damit, dass zum Beispiel die Ertragsanteile um 2,1 Millionen höher gewesen seien, als erwartet, worauf die Stadt aber keinen Einfluss habe. Insgesamt hätten höhere Einnahmen, geringere Ausgaben und Investitionsverschiebungen zum Plus beigetragen, listete der VP-Politiker auf, ohne ins Detail zu gehen. „Ich freue mich, dass wir so ein gutes Ergebnis haben.“

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