Remise: Viele tolle Ideen für Nachnutzung. Altes ÖBB-Gebäude könnte auch für Konzerte, Messen und Flohmärkte genutzt werden.

Von Wolfgang Kapf. Erstellt am 01. November 2016 (04:20)
Maximilian Wirth: „Das nächste Event in der Remise ist das Pop-up-X-Mas-Festival, ein Weihnachtsmarkt der anderen Art, am 17. und 18. Dezember!“
Wolfgang Kapf

„Unsere Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen. Wir haben uns das Ziel von etwa 600 Besuchern gesetzt, aber mit der tatsächlichen Zahl die Genehmigungsgrenze erreicht,“ freut sich M4TV-Geschäftsführer Maximilian Wirth, der gemeinsam mit Martin Hinterleitner und seiner Agentur „Mado Event Solutions“ das Remise-Clubbing nach dem Bahnhofsfest erfolgreich inszenierte.

„Es ist das eine oder andere Clubbing angedacht“

Der Erfolg dieser Premiere macht natürlich Lust auf mehr. „Wir haben von der Amstettner Bürgermeisterin eine Genehmigung für Veranstaltungen jeglicher Art – befristet bis 31. Mai 2017“, berichtet dazu Hinterleitner.

Und das nächste Event ist bereits fixiert: Das Pop-up-X-Mas-Festival am 17. und 18. Dezember – ein Weihnachtsmarkt der anderen Art. „Auf dem Programm stehen Fashion und Design, Foodtrucks, Kunstcafé, Bars, Live-Musik und DJs sowie ein Late Night Shopping“, verrät Maximilian Wirth.

Der Event-Fahrplan bis Ende Mai steht noch nicht fest: „Es ist das eine oder andere Clubbing angedacht. Überlegt werden auch Pop-, Rock- und Klassikkonzerte sowie ein Jazzbrunch. Auch Firmenfeiern sind möglich“, sagt Wirth und verrät dann noch eine ganz persönliche Vision: „Zum Abschluss schwebt mir ein Konzert mit einem internationalen Star vor.“

Einige Beispiele für gelungene Nachnutzungen

Ob die Amstettner Remise auch nach dem Mai 2017 als Event-Location genutzt wird, liegt in der Hand der Stadtpolitik. „Wenn man die Remise weiterleben lassen und nutzen will, muss man aber auch einiges Geld für die Gebäudesanierung und –adaptierung in die Hand nehmen“, meint Wirth.

Beispiele für gelungene Nachnutzungen gibt es einige: Wien (Museum), Bludenz (Lokal und Kulturzentrum) sowie die beiden „Classic Remisen“ in Berlin und Düsseldorf (Erlebniswelten und Kompetenzzentren).

„Auf dem Amstettner Gelände könnte man auch viele andere tolle Veranstaltungen machen, wie zum Beispiel Ausstellungen oder einen Oldtimer-Flohmarkt. Sogar ein Wiederaufleben der Mostlandmesse kann ich mir hier gut vorstellen. Die Bahnhofsnähe sowie die Erreichbarkeit mit öffentlichen Linien sind schlichtweg ideal,“ ist Wirth überzeugt.

Letztes Wort nicht gesprochen

Günther Sterlike von der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH erklärt, dass in Sachen Remise und Rundschuppen durchaus noch Verhandlungsspielraum vorhanden sei.

Zwar sei der Abbruch angedacht, aber wenn es Begehrlichkeiten gäbe, sie als Veranstaltungsraum zu erhalten, sei das möglich. „Allerdings muss es dann einen Betreiber und einen Investor geben. Die ÖBB werden das sicher nicht sein.“