Mobil mit Lift im Auto

Erstellt am 31. Oktober 2014 | 05:56
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Foto: NOEN, Kapf
Rollstuhlfahrerin Elfriede Fink kann dank maßgeschneiderter Lösung der Firma Mayr in St. Peter/Au ihren Elektroscooter problemlos in ihren Pkw verladen.
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Die 64-jährige Elfriede Fink aus der Siegfried- Marcus-Straße 9 ist seit Anfang 2012 auf den Rollstuhl angewiesen. Mit ihrem Elektro-Scooter kann sie von zu Hause aus auch längere Strecken – zum Beispiel zu Geschäften oder ins Krankenhaus – zurücklegen.

Salzburger hätten 10.000 Euro verlangt

Da der alte Pkw im letzten Sommer ausgedient hatte, stand im September die Anschaffung eines neuen Pkw auf dem Programm. Schon im Vorfeld suchte Fink nach Möglichkeiten ihren Scooter in den Wagen – für sie machbar – hineinzuhieven, um dadurch ihren Mobilitätsradius zu erhöhen.

„Von einer Salzburger Firma erhielt ich einen Vorschlag, dessen Umsetzung 10.000 Euro gekostet hätte – und das war natürlich viel zu teuer. So wandte ich mich an meinen Autohändler Alfred Grurl von der Firma Sonnleitner in Amstetten und er gab mir dann den entscheidenden Tipp: Er riet mir, mit der Firma Mayr in St. Peter/Au Kontakt aufzunehmen – und da war ich dann in besten Händen.“

Seit letzten Frühling hat die Firma Mayr ihre Angebotspalette (Reparaturen, Ersatzteile und Reifenhandel), um den Sektor „Behindertengerechter Umbau von Fahrzeugen für Lenker mit einem Mobilitäts-Handicap“ erweitert. Senior-Chef Karl Mayr dazu: „Wir bieten im Wesentlichen drei Bereiche an: die automatische Verladung von Rollstühlen und anderen Hilfsgeräten, den Umbau von Gas und Bremse auf Handbedienung sowie das Umsetzen von Personen vom Rollstuhl in das Fahrzeug.“

Fink ist sehr glücklich über die Lösung

Junior-Chef Markus Mayr, seit März auch Karrosseriebau-Meister, ergänzte: „Wir suchen immer nach der bestmöglichen Lösung für das jeweilige Fahrzeug und schauen darauf, dass sie für den jeweiligen Kunden auch leistbar ist. Für Frau Fink haben wir einen „Kran“ bzw. „Lift“ gefunden, der ihr mit einer Fernbedienung die Verladung ihres Elektroscooters in ihren Pkw ermöglicht.“

Elfriede Fink ist sehr glücklich über diese Lösung und auch mit dem Preis von 2.500 Euro sehr zufrieden. „Ich gehe damit in die Öffentlichkeit, um auch anderen Leuten mit Handicap Mut zu machen, nach Lösungen zu suchen, um ihre Mobilität zu erhöhen und nicht nur zu Hause herumzusitzen. Es gibt für solche Investitionen auch finanzielle Zuschüsse von verschiedenen Institutionen – wie zum Beispiel Bundessozialamt oder Pensionsversicherungsanstalt. Der Verein ,WHK – Wir helfen Kranken‘ ist beim Ausfüllen von entsprechenden Förderungsanträgen behilflich.“

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