Rotes Kreuz war 24.700 Mal im Einsatz. Insgesamt mehr als 24.700 Einsätze pro Jahr tätigten die Rettungsfahrzeuge der Bezirksstelle des Roten Kreuzes Amstetten.

Von Doris Schleifer-Höderl. Erstellt am 15. Mai 2018 (04:07)
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Sind aus Überzeugung im Einsatz (von links): Bezirksstellengeschäftsführer Andreas Teufel, Lukas Kromoser, Kerstin Leeb (beide berufliche Notfallsanitäter und Lehrsanitäter), Alois Offenberger (beruflicher Notfallsanitäter), Franz Blumauer (beruflicher Notfallsanitäter und Lehrsanitäter), Herbert Haselsteiner (beruflicher Ausbildungsleiter und Notfallsanitäter) und Jakob Klauser (Zivildiener und Rettungssanitäter).
Doris Schleifer-Höderl

Unglaubliche 680.000 Kilometer legten die Einsatzfahrzeuge der Bezirkstelle des Roten Kreuzes im Vorjahr zurück. „1.401 Einsätze hatte unser Notarzteinsatzfahrzeug, 4.452 unsere beiden Rettungstransportwagen, 15.381 die Krankentransportwagen und unsere Behelfskrankentransporte kamen auf 3.560 Einsätze“, sagt Bezirksstellengeschäftsführer Andreas Teufel.

Eintreffzeit als besondere Herausforderung

Eine besondere Herausforderung bei allen Transporten stellt immer die Eintreffzeit am Einsatzort dar, wie Teufel betont. „Notfall und Sanitätseinsatz können mit den gleichen Ressourcen sehr schnell und effizient bedient werden. Bei Patienten mit kritischen Zuständen wird parallel zum Rettungswagen sofort der Notarzt alarmiert, sodass diesen Patienten die bestmöglich verfügbare – nämlich notärztliche – Hilfe zugutekommt“, sagt der Bezirksstellenleiter.

Für viele Leute, die den Notruf wählen und sich in einem Ausnahmezustand befinden, ist es oft befremdend, wenn der Mitarbeiter des Notrufs 144 NÖ nach einer Art Checkliste vorgeht. Das hat aber seinen Sinn, wie Teufel erklärt. „Das hilft uns die Lage einzuschätzen und das geeignete Rettungsmittel zum Notfallort zu entsenden oder mitunter eine korrekte Erste-Hilfe-Anleitung am Telefon geben zu können.“

Wer den Rot-Kreuz-Notruf 144 wählt, weiß, dass rasch Hilfe eintreffen wird. Wie viel Arbeit und Organisation dahinter steckt, damit die Rot-Kreuz-Teams losfahren können, ist aber wenig bekannt. Natürlich müssen Fuhrpark und Gerätschaften ständig in Schuss gehalten werden, zudem bedarf es Verträge mit dem Land Niederösterreich, den Gemeinden und den Sozialversicherungsträgern.

„Vor allem brauchen wir aber natürlich ausreichend Mitarbeiter. Daher sind wir ständig um die Rekrutierung, die Aus- und Weiterbildung von Rettungssanitätern, Notfallsanitätern und Einsatzfahrern bemüht“, sagt Teufel.