Mitten in der Euphorie. Eine Delegation der Katholischen Frauenbewegung fieberte mit der österreichischen Fußball-Frauennationalmannschaft mit und berichtet von der großen Euphorie vor Ort.

Erstellt am 01. August 2017 (05:43)
Bestens gelaunt reiste die Delegation der katholischen Frauenbewegung in die Niederlande und war hautnah dabei, als Österreichs Damennationalteam für Furore sorgte.
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Die Amstettnerin Marianne Ertl feuerte mit einer Delegation der Katholischen Frauenbewegung (kfb) das Frauennationalteam bei der Fußball-Europameisterschaft in Rotterdam an. Und das erfolgreich: Die Österreicherinnen gewannen gegen Island und stiegen als Gruppensieger ins Viertelfinale auf. „Es war eine geniale Zeit in Rotterdam, wir sind noch immer heiser vom Anfeuern unserer Fußballerinnen“, lacht Ertl. „Die Stimmung im Stadion war sensationell, aber Anfeuern ist sooo anstrengend.“

Grenzenloser Jubel und perfekte Stimmung waren bei den Fußball-Fans im Stadion vor Ort an der Tagesordnung.
NOEN, privat

Per Bahn ging es nach Rotterdam, denn der kfb ist Umweltbewusstsein ein Herzensanliegen. Die Frauenbewegung hatte auch ein Transparent mit dabei, worauf zu lesen stand: „Heimat bist du großer Töchter. Die Katholische Frauenbewegung drückt euch die Daumen.“

Alles war in Rotterdam fröhlich und von einem Miteinander der Kulturen getragen, berichtet Ertl. Schon in der Stadt und rund um das Stadion sangen die Österreicherinnen ihre Lieder und die Isländer die ihren: „Alles war von Freundschaft geprägt und es gab keine Gehässigkeit. Es ist toll, welche Euphorie die Nationalelf ausgelöst hat, diese wunderbare Stimmung unter den österreichischen Fans in Rotterdam war einfach großartig.“

Auch Sportbischof freute sich

Marianne Ertl zeigt sich zuversichtlich, dass die jüngsten Erfolge der Fußballerinnen „ein großer Schritt in Richtung mehr Geschlechtergerechtigkeit“ darstellen und für die gesamtgesellschaftliche Entwicklung von Bedeutung sind. „Die bisherige Männerdomäne Fußball wird nun auch zunehmend von den Frauen erobert“, ist sich die Amstettnerin sicher.

Auch der österreichische Sportbischof Alois Schwarz freute sich über die Erfolge der rotweißroten Kickerinnen. In einer Grußbotschaft schrieb er: „Viele junge Sportlerinnen und Sportler blicken zu Euch Fußballerinnen auf und nehmen sich Euch zum Vorbild.“

Das Halbfinale am Sonntag beobachtete Ertl dann wieder zu Hause vor dem Bildschirm. Und war dabei, als sich Österreich gegen Spanien im Elfmeterschießen knapp durchsetzen konnte. „Es ist fantastisch. Jetzt träumen wir gleich vom EM-Titel. Wir danken der Frauenelf für wunderbare Wochen. Welch positive Stimmung wurde da vermittelt. Schön, dass sich so viele Menschen mitfreuen.“