Schüler erkundeten die Stadt auf Rädern . Schüler der BafEP überprüften im Rollstuhl Amstettens Barrierefreiheit und erhielten Tipps für sicheres Manövrieren und für den Umgang mit Menschen im Rollstuhl.

Erstellt am 14. Mai 2018 (09:55)
Schule
Tamara Lechner und Laura Fink fahren ihren Begleiterinnen Sarah Krydl und Viktoria Hinterleitner davon.

Helmut Heigl ist ein ehemaliger Cobra-Polizist, der vor Jahren bei einem Sprung aus dem Hubschrauber schwer verletzt wurde. Nun gab er vor Kurzem an der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (BAfEP) Amstetten einen berührenden und humorvollen Einblick in sein Leben nach dem Unfall und wie er lernte, mit seiner Querschnittslähmung, aber auch dem Alltag im Rollstuhl zurechtzukommen und dabei trotzdem sein Leben zu genießen.

Vortrag von ehemaligem Cobra-Polizisten

Nach dem Vortrag gab er den angehenden Pädagoginnen und Pädagogen noch wertvolle Tipps für das sichere Manövrieren von Menschen im Rollstuhl und den Umgang mit Kindern, die sich im „Rolli“ durch Kindergarten und Schule bewegen.

Mit den vom Bandagisten Gattringer zur Verfügung gestellten Rollstühlen erkundeten die Schülerinnen und Schüler der Maturaklassen daraufhin ihre Schulstadt Amstetten aus ganz neuer Perspektive: Geschäfte, Toiletten, Bankomaten, Gaststätten und öffentliche Einrichtungen wurden auf ihre Barrierefreiheit getestet. Die „Kurzzeit-Rollifahrer“ stellten sich dabei auch den Blicken der Passanten und erlebten so manche hilfsbereite, aber teilweise auch abweisende Reaktionen ihrer Mitmenschen.

Schule
Karin Heller testet die Gangbreite im Geschäft.

Abschließend wurden mit Helmut Heigl und der Projektinitiatorin Bernadette Atschreiter diese Erfahrungen nachbesprochen – und die Mutigsten durften im Schulhof eine Runde mit dem behindertengerechten Pkw von Helmut Heigl drehen.

Einhelliger Tenor der Schülerinnen und Schüler nach diesem Erlebnis: „Eine äußerst wertvolle Erfahrung und ein tolles Projekt – bitte nächstes Jahr wieder!“