SPÖ für drittes Parkhaus. Parkmisere beim Bahnhof nach wie vor ungelöst. Stadt verhandelt mit ÖBB über Schrankenanlagen. In Sachen Hauptplatzgestaltung wird Planerwettbewerb gestartet.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 05. November 2019 (04:56)
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Bürgermeisterin Ursula Puchebner spricht sich für den Bau eines dritten Parkhauses aus.

Die Parkplätze beim Bahnhof sind – zum Unmut der Pendler –¨nach wie vor knapp. Bürgermeisterin Ursula Puchebner verkündete daher kürzlich bei der Stadtkonferenz der SPÖ, dass am Bau eines dritten Parkhauses kein Weg vorbeiführen wird. Dieses sei ja auch im Masterplan für das Quartier A „An der Remise“ vorgesehen. „Die Frage ist allerdings, ob diese Fläche nicht zu hochwertig für ein Parkhaus ist. Wir könnten es stattdessen ja auch angrenzend an die bestehende Park & Ride Anlage im Graben errichten“, erklärt die Stadtchefin.

Weil in Park & Ride-Anlagen, bei denen das Land mitfinanziert, die Stellplätze den Pendlern gratis angeboten werden müssen, ist es für Puchebner auch denkbar, dass die Stadt die geplante Anlage alleine oder gemeinsam mit den ÖBB realisiert. Denn dann könnte sie auch bewirtschaftet werden. „Die Autofahrer würden für einen halben oder ganzen Tag eine geringe Gebühr zahlen, hätten dafür aber auch ausreichend Abstellflächen zur Verfügung “, sagt die Bürgermeisterin. Nach wie vor vergeblich drängt Amstetten die Bahn, beim bestehenden Parkhaus im Graben endlich ein Schrankensystem zu installieren.

Damit möchte man sicherstellen, dass dieses nur noch von Bahnkunden genutzt werden kann. „Wir haben wieder einmal ein Gespräch mit Vertretern der ÖBB, dem ich mit Spannung entgegensehe. Seit Jahren werden wir im Oktober immer auf das nächste Frühjahr vertröstet, mit der Begründung, dass gerade wieder irgendwo ein Testversuch gestartet worden sei. Wie es aussieht, rutschen die Testobjekte (Bahnhof St. Valentin) aber immerhin schon sehr nahe Richtung Amstetten. Ich hoffe daher, dass wir auch bald eine Lösung bekommen“, sagt Puchebner

Planerwettbewerb für Hauptplatzgestaltung

Nägel mit Köpfen will die Stadt endlich auch bei einem anderen wichtigen Thema machen: der Belebung der City. Da kündigte die Bürgermeisterin bei der SP-Stadtkonferenz einen Wettbewerb für die Erstellung eines Masterplans zur Umgestaltung des Hauptplatzes an.

„Dazu wird eine Jury eingesetzt, die aus zwei Architekten, meiner Person und je einem Vertreter der Wahlparteien im Gemeinderat besteht, bevorzugt Personen, die auch schon beim CityKompass-Prozess mitgearbeitet haben“, erläutert Puchebner. Seitens der Verwaltung wird Baudirektor Manfred Heigl im Gremium mit dabei sein, als Beiräte ohne Stimmrecht werden ihm Miriam Gerharter, Georg Trimmel, Dieter Stadlbauer und Clarissa Schmitz angehören. Konstituieren wird sich diese Jury Mitte November.

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Die Park- & Ride-Anlage beim Bahnhof bietet nicht genug Platz für die immer größere Zahl von Bahn-Pendlern. Die Stadt führt daher nun erneut Gespräche mit den ÖBB über den Einbau von Schranken, die sich nur mit gültigem Fahrschein öffnen lassen. Außerdem ist der Bau eines weiteren Parkhauses im Anschluss an das schon bestehende im Gespräch.

„Wir wollen fünf bis sechs Planungs- oder Architektenbüros zur Teilnahme am Wettbewerb einladen. Sie sollen Entwürfe erarbeiten, die wir dann der Bevölkerung präsentieren“, kündigt Puchebner an. Das soll in einem leer stehenden Geschäftslokal in der Innenstadt abhalten. Die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten läuft bereits. „Bei dieser Präsentation werden die Bürger auch die Möglichkeit haben, mit den Architektenteams zu diskutieren und Anregungen einzubringen, die dann noch auch in die Konzepte eingearbeitet werden sollen.“

Die Jury wird die Endergebnisse bewerten und dann an eines der Architektenbüros den Auftrag für die Erstellung des Masterplans geben. Das soll Anfang Dezember passieren. „Umsetzen wollen wir die Hauptplatzgestaltung wieder mit Bürgerbeteiligung im Rahmen des Stadterneuerungsprozesses“, sagt die Bürgermeisterin.